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Brückengeländer wird saniert

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Die Gewölbebrücke über die Lahn soll nun saniert werden. © Scherer

Der Zuschlag für die Instandsetzungsarbeiten an der Gewölbebrücke bei Ruttershausen gehen an den günstigsten Bieter, dessen Angebot knapp unterhalb von 140 000 Euro liegt.

Lollar (sle). Noch immer beschäftigt die Instandsetzung der Gewölbebrücke bei Ruttershausen die Lollarer Kommunalpolitiker. So stand die Brücke wieder auf der Tagesordnungspunkte der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten. Die stimmten einstimmig, die Auftragsarbeiten für die Instandsetzungsarbeiten wurden beschlossen.

Nach Vorgabe wird dabei der Zuschlag an den günstigsten Bieter gehen, der ein Angebot mit 138 311,45 Euro abgegeben hatte. Im Lollarer Haushalt 2021 stehen Mittel dafür in Höhe von 175 000 Euro zur Verfügung, die noch nach 2022 übertragen werden müssen. Insgesamt waren sechs Fachfirmen aufgefordert worden, ein Angebot abzugeben, fünf reichten Angebote ein, die von einem Ingenieurbüro geprüft worden waren. In der Maßnahme ist das Brückengeländer enthalten, das in den 1970er Jahren aus Aluminium errichtet wurde und jetzt abgebaut werden soll.

Historisch

Der Ortsbeirat Ruttershausen hatte ursprünglich für ein Geländer plädiert, das dem historisches Bauwerk gerecht werden sollte. Das wurde aber angesichts der Höhe der Kosten vom Lollarer Parlament abgelehnt. Es soll jetzt ein solides Geländer geben, das den Sicherheitsvorgaben entspricht. Gemäß Zuwendungsbescheid über das Programm »Dorfentwicklung Lollar« wird die Geländeerneuerung mit 85 Prozent Netto bezuschusst. An der Brücke soll es an den Lagern und auf der Fahrbahn Sanierungsmaßnahmen geben.

Man sieht es dem Lollarer Sportplatz an, dass der Belag des Kunstrasenplatzes sehr in die Jahre gekommen ist. Eigentlich war eine Erneuerung erst für das Jahr 2024 geplant. In der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses stimmten die Mitglieder aber für ein Vorziehen nicht nach 2023, sondern nach 2022, was Dr. Jens.-Christian Kraft, Fraktionsvorsitzender der CDU, in der Stadtverordnetenversammlung als sehr unglücklich ansah, »denn es wird kaum möglich sein, diese Maßnahme im laufenden Jahr durchzuführen, weil schlicht einfach das Geld in Lollar dafür fehlt«, sagte er und fuhr fort: »Wir sollten nur beschließen, wenn auch die nötigen Mittel dafür vorhanden sind.«

Dass als Argument in der Sitzung angeführt wurde, dass die gesetzlichen Vorgaben für 2022 aufgrund der Corona-Pandemie weniger strikt seien und man das Geld dort besser einplanen könne als 2023, wohlwissend, dass eine Umsetzung in 2022 eher unwahrscheinlich sei, prangerte Kraft an. Es sei sehr seltsam, wenn man bedenke, dass gleichzeitig die energetische Sanierung des Salzbödener Dorfgemeinschaftshauses mit der umgekehrten Argumentation nach hinten verschoben worden sei, monierte der CDU-Fraktionsvorsitzende.

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