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CBES Lollar ist jetzt Kulturschule

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Mina Stelzl, Marlene Prinz, Nele Hartmann, Ayleen Hefner, Anna Steuernagel und Sophie Hess stellen den Zuschauern ihr Programm vor. Foto: Achatz-Krätzner © Achatz-Krätzner

Ganz feierlich und ganz offiziell wurde die Clemens-Brentano-Europaschule nun zur Profilschule Kultur mit Schwerpunkt Literatur.

Lollar (red). Zehn Schulen aus ganz Hessen wurden auf der Burg Fürsteneck im osthessischen Eiterfeld die Auszeichnung Profilschule Kultur vergeben. Darunter auch die Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) aus Lollar. Jetzt haben die Schulen drei Jahre Zeit, endgültig das Zertifikat Profilschule Kulturelle Bildung, das dem Kultusminister Alexander Lorz nach eigenem Bekunden besonders am Herzen liegt, zu erlangen.

Die zehn Profilschulen wurden in fünf kulturelle Sparten ausgezeichnet. Offiziell ist die CBES seit dem 1. Februar schon Profilschule in der Sparte Literatur. Der feierliche Akt fand aber nun mit einem vielseitigen Programm unter der Schirmherrschaft des Referats 1.7 des Hessischen Kultusministeriums statt. Referatsleiter Markus Kauer und der Programmverantwortliche Thomas Langenfeld eröffneten die Veranstaltung, die von festlichen Ansprachen und Darbietungen der Schulen geprägt war.

Den Höhepunkt stellte dann die feierliche Aufnahme der CBES in den Anwärterstatus als Profilschule Kulturelle Bildung in der Sparte Literatur dar. Auf einer eigens im Burghof aufgebauten Bühne überreichten der Koordinator Thomas Langenfeld und die Prozessbegleiterin und Fachfrau für literarische Bildung,, Erika Schellenberger-Diederich, vom Hessischen Kultusministerium der Schule die Aufnahmeurkunde. Für die CBES wurde das Schreiben vom Schulleiter Andrej Keller und der schulischen Kulturkoordinatorin Wiebke Meuser entgegengenommen. Nun hat die Schule drei Jahre Zeit um die endgültige Zertifizierung im Jahr 2025 zu erhalten. Schulleiter Keller zeigte sich hoch erfreut und sah die Auszeichnung als »ministerielles Lob für jahrelange erfolgreiche Arbeit an der CBES rund um das Thema Literatur.« Mit dem engagierten Literaturteam und der weit über die Schule hinausstrahlenden Mediothek habe die Schule auch zwei Ecksteine, auf denen das bereits bestehende Programm aufgebaut, erweitert und professionalisiert werden kann. Hierbei ist es dem Schulleiter wichtig, neue Wege zu gehen und eine Breitenwirkung in allen Schulzweigen und Jahrgangsstufen zu erreichen.

Dabei unterstützte ihn die Deutschkollegin aus dem Literaturteam der CBES, Silke Frischkorn. »Sicher in Schrift und Ausdruck«, so Frischkorn, sei nicht Ausdruck eines antiquierten Wertesystems, sondern Grundlage einer erfolgreichen Schulzeit, eines gelingenden Berufslebens und natürlich auch der gesellschaftlichen Teilhabe auf allen Ebenen.

Die Projektkoordinatorin Wiebke Meuser erinnerte an die viele Arbeit im Vorfeld und betonte die intensive Zusammenarbeit mit Autoren und Lyrikern seit 2012. Mit dem neuen Slogan »Literatur vereint, verbindet, verbessert und vertieft« will die Schule in allen Fächern und Schulzweigen literaturästhetische Zugänge ermöglichen. Übergeordnete Zielsetzungen ist es dabei, der gesamten Schulgemeinschaft ein anregendes Schulleben zu ermöglichen. Jeder soll die eigenen Talente entdecken und ausleben können, um sich somit eingebunden und angenommen zu fühlen. Wie gut dieses Konzept aufgeht, zeigten die sechs Schülerinnen aus der Klasse 06 GB, die von ihrer Klassenlehrerin Maria Seiler betreut wurden. Mina Stelzl, Marlene Prinz, Nele Hartmann, Ayleen Hefner, Anna Steuernagel und Sophie Hess präsentierten eine Multimediashow mit unterschiedlichsten Elementen. Selbst gemachte Handpuppen mit eigens hergestellten Requisiten erzählten vor wechselnden digitalen Szenenbildern die Entstehungsgeschichte des Coronavirus. In einer anderen Geschichte wurde eine gruselige Horrorgeschichte erzählt. Langanhaltender Beifall zauberte den fünf doch vorher arg aufgeregten Schülerinnen ein Lächeln ins Gesicht.

Noch in diesem Jahr wird es an der CBES eine große Lesung von Naturgedichten geben, die Lollarer Schüler und Schülerinnen - angeleitet von einer der interessantesten und bekanntesten Lyrikerinnen Deutschlands, Silke Scheuermann - in mehreren Workshops verfasst haben.

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