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Demirel-Kocar offiziell nominiert

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Auch die Mitgliederversammlung der Lollarer CDU stimmte einstimmig für Selda Demirel-Kocar als Bürgermeisterkandidaten. Die Wahl findet am 18. September statt.

Lollar (sle). Nachdem im Januar Stadtverband und Fraktion der CDU Lollar Selda Demirel-Kocar einstimmig zur Bürgermeisterkandidatin nominierten, geschah das jetzt auch in einer Mitgliederversammlung. Die Wahl findet am 18. September statt. Der amtierende Bürgermeister, Dr. Bernd Wieczorek, hatte bereits angekündigt, dass er nicht mehr antreten werde. Bisher haben drei Kandidaten den Hut in den Ring geworfen, eine davon ist Selda Demirel-Kocar, die für die Christdemokraten antritt.

Dr. Jens-Christian Kraft, Vorsitzender des Stadtverbands, freute sich, mit Demirel-Kocar »eine Kandidatin präsentieren zu können, die nicht nur politische Erfahrung besitzt, sondern auch fachliche Kompetenz mitbringt. Es ist ein Angebot an alle Bürger in Lollar, die jetzt nach vielen Jahren wieder die Wahl haben.«

Verantwortung übernehmen

Nach einer Gedenkminute für die Menschen in der Ukraine stellte sich die 47-jährige Juristin vor. »Ich habe mich gefreut, als der CDU-Stadtverband mich gefragt hat, ob ich mir vorstellen könnte, Bürgermeisterin in Lollar zu werden«, sagte sie. Da sie die Meinung vertrete, dass Demokratie nur lebensfähig sei, wenn der einzelne auch bereit sei, Verantwortung zu übernehmen, habe sie gerne zugesagt. »Ich möchte gestalten«, betonte sie. In den vergangenen Wochen habe sie die Gelegenheit gehabt, mit vielen Bürgern zu sprechen. Mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln wolle sie sich dafür einsetzen, dass die heimische Wirtschaft gestärkt werde und Arbeitsplätze erhalten blieben. Einen Armutsbericht, der für Lollar eine große Zahl armutsgefährdeter Kinder und Jugendlicher bescheinige, könne man so nicht hinnehmen, stellte sie fest. Es müsse eine noch bessere Unterstützung von Eltern und Lehrern geben, auch dafür wolle sie sich mit den ihr gegebenen Möglichkeiten einsetzen, denn die Kinder seien die Zukunft. Durch den Armutsbericht des Kreisvorstandes habe sie mit diesen Menschen zu tun gehabt. Dabei seien Kindergärten und Schulen besonders für berufstätige Eltern ein wichtiger Faktor. Sie sei auch gerade von vielen jungen Menschen angesprochen worden, die sich alle mehr Beteiligung wünschten, erklärte die Mutter dreier Kinder. Transparenz schaffe Vertrauen. Mit der Bitte um Unterstützung beim Wahlkampf und der Stimme bei der Wahl schloss sie ihre Ausführungen.

Kraft gratulierte ihr mit Blumen zur Nominierung. Dem schloss sich der Erste Kreisbeigeordnete Christopher Lipp an, der in Vertretung des CDU-Kreisvorsitzenden Helge Braun gekommen war.

»Bildung ist das A und O«, sagte er und erläuterte anschließend, dass in diesem Jahr 38,7 Millionen Euro in Schulen investiert würden. In Lollar wird an der Grundschule gebaut, in dieser Woche soll der erste Spatenstich erfolgen. An der Clemens-Brentano-Europa-Schule (CBES) werde derzeit noch das Fußballfeld gebaut. Höhepunkt des Abends war dann die Abstimmung über den Wahlvorschlag als Bürgermeisterkandidatin, die in geheimer Abstimmung erfolgte, und bei der sich die anwesenden CDU-Mitglieder einstimmig für die Kandidatin Selda Demirel-Kocar aussprachen.

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