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Digitaler Fußabdruck ist nicht zu übersehen

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Die Stadt- und Schulmediothek an der Clemens-Brentano-Europaschule Lollar bietet Nutzern eine Vielzahl digitaler Möglichkeiten

Lollar (red). Die Stadt- und Schulmediothek an der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) geht nach Ansicht der Verantwortlichen technisch gestärkt aus der Corona-Krise hervor.

»Öffentliche Bibliotheken sind ein Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit, und dies insbesondere in Zeiten wie diesen, wo Bücher, Zeitschriften und elektronische Medien für manche Familien zu Luxusartikeln werden. Umso mehr ist es uns ein Anliegen gewesen, die Bibliothek-der-Dinge konzeptionell zu forcieren«, so Thomas Zwerina stellvertretend für das Team der Stadt- und Schulmediothek in Lollar. Unter der Federführung von Markus Klug und Birgitta Oschinski sei in diesem Zusammenhang ein übergreifendes Digitalisierungspaket realisiert worden. Die Gelder für das Großprojekt kamen zum überwiegenden Teil vom Deutschen Bibliotheksverband. Der Dachverband habe im Rahmen des Programms »Kultur in ländlichen Räumen« der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) die Fördermaßnahme »Vor Ort für Alle« aufgelegt. Ferner flossen innerhalb von »Neustart Kultur« Finanzmittel aus der DBV-Maßnahme »Wissenswandel«, dem Digitalprogramm für Bibliotheken und Archive. Gefördert wurden Vorhaben, die die Infrastruktur und Ausstattung von Bibliotheken für zeitgemäße Angebote und multifunktionale Nutzungsmöglichkeiten verbessern.

Zusätzliche Mittel stellte der Landkreis sowie der Förderverein der CBES bereit. In der Hochphase von Corona begonnen und im zweiten Quartal 2022 zum Abschluss gebracht, atmeten nun alle Beteiligten auf. Die große Mühe habe sich gelohnt. Veraltete Gerätschaften, wie die stationären PCs an den öffentlichen EDV-Inseln oder defekte Tablets, seien ersetzt, vielfach ergänzt worden. Anderes wiederum sei neu in den Medienbestand aufgenommen worden. Seit einigen Wochen sei der digitale Fußabdruck nicht zu übersehen. »Bunt ist er, auch hörbar, anregend und bereichernd zugleich«, meint Zwerina. Den Nutzern stehe eine Vielzahl von digitalen Möglichkeiten zur Verfügung, darunter E-book-Reader, verschiedene Spielekonsolen, Gaming-Software und Controller, Tonie-Boxen oder mobile Bluetooth-Lautsprecher. Stolz sei man in der Mediothek auch über das großformatige Active-Board an der Wand im Lernstudio, die neue digitale Lösung für modernes Arbeiten, wenn sich etwa Kita-Gruppen oder Grundschulen aus den Kommunen Lollar und Staufenberg für Aktionen anmelden.

Das All-in-One-Prinzip ermögliche ein effizientes Handeln und erspare den zeitaufwendigen Aufbau von vielen Einzelkomponenten, wie Beamer, Leinwand, Laptop, Kabeln und Lautsprechersystemen. Hinzu komme eine Palette von Kopfhörern und auch eine Kamera, eben alles, was gebraucht werde, um Videokonferenzen, Workshops, Online-Seminare, Vereinssitzungen und Ähnliches durchführen zu können. Eines bleibe allen im Team aber auch bei aller Digitalisierung erhalten: »Die Leidenschaft für die Literatur und das Lesen.« Im 15. Jahr der Stadt- und Schulmediothek freue man sich auf das Jubiläumsprogramm im Herbst, wo sich unter anderem Elisabeth Herrmann, Jan Costin Wagner und Rafik Schami die Türklinke in die Hand geben werden.

Nähere Informationen zu allen Lesungen und den Projekten »Wissenswandel« und »Vor Ort für Alle« finden sich auf den Info-Ebenen der Stadt- und Schulmediothek unter www.cbes-lollar.de.

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