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Flexibles Raumangebot

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Vertreter der Awo haben den Mitgliedern des Lollarer Finanzausschusses ihr Konzept für Kita-Neubau in der Daubringer Straße präsentiert .

Lollar (sle). Zum Tagesordnungspunkt des Lollarer Finanzausschusses (HFA) «Awo-Kindergartenneubau in der Daubringer Straße«, stellte Awo-Geschäftsführer Jens Dapper, und die für die Kindergartenfragen bei der Awo zuständige Gabi Mickel das Konzept der Arbeiterwohlfahrt vor. Anhand von Dias wurde gezeigt, was die Awo im Bereich der Kinderbetreuung alles macht und warum sie sich in Lollar engagieren will. 500 Mitarbeiter hat die Awo in der Stadt und 200 im Landkreis.

Seit nunmehr 60 Jahren engagiert sie sich in der Altenarbeit, in Wohnungs- und Suchthilfe sowie in der Kinderbetreuung. Sie betreibt insgesamt sieben Kindertagesstätten, überwiegend als Familienzentren. Im Landkreis ist sie Träger von fünf Kindertagespflegegruppen. Die Kindertagesbetreuung wird von der Fachbereichsleitung und einer Fachberaterin unterstützt. Kinder sollen Erfahrung sammeln. Ein großes Thema ist auch die Gesundheit und die Ernährung. Sprachkitas mit spezialisierten Mitarbeitern kann die Awo ebenfalls vorweisen, denn Bewegung und Sprache sind wichtige Faktoren erklärte Dapper. In den Familienzentren kommen Kinder mit Senioren zusammen. »Pädagogische Angebote sind an Bedarfen der Kinder und Familien orientiert«, sagte Dapper.

Wertschätzung aller Sprachen

Im pädagogischen Konzept der Awo sind Lernfelder vorhanden, die es für Kinder im Sozialraum zu nutzen gilt. »Wir bieten eine umfassende Sprachförderung mit gleicher Wertschätzung aller in der Kita gesprochenen Sprachen«, sagte Mickel. Die Aktivitäten der Familienzentren tragen zur Identifikation eines sozialen Wohnumfeldes bei, und der Austausch mit anderen Bildungsstätten wie der Grundschule, ermöglicht den Kindern einen problemlosen Übergang in ihr weiteres Bildungsleben. Das Raumangebot sollte flexibel gestaltet werden, um Veränderungen der Bedarfe gerecht zu werden. Dabei zeigte Dapper ein Bild wie eine Kindertagesstätte aussehen könnte.

Nach diesen Informationen war die Reihe an den Fraktionen, ihre Fragen zu stellen. Bei der CDU kritisierte Dr. Kraft, dass nur ein Anbieter angefragt worden war, so habe man keinen Vergleich und bei nur einem Bewerber gebe es auch Nachteile. Es sollte ein weiteres Konzept eines Bewerbers geben. Ganz anders sahen es die Bündnisgrünen, die es gerne mit der Awo versuchen wollen, wie Wolfgang Haussmann betonte und Heidi Alt (Grüne) erklärte, dass in Lollar eine große Nachfrage nach Kindergartenplätzen bestehe. »Was sollen wir den Eltern sagen, wenn wir das Ganze jetzt neu aufrollen und noch ein halbes Jahr vergeht, ohne dass etwas geschieht«, fragte sie. Vorsitzender Wirth machte dann den Vorschlag, dass bis zur Sitzung des Parlaments in der kommenden Woche alle Fraktionen sich das Thema nochmals vornehmen sollten, um es dann im Parlament zu entscheiden. Heute Abend ist es nicht zu lösen«, sagte er.

Dann ging es um außerplanmäßige Mittelbereitstellung für eine weitere Beteiligung am Solarpark Buchenberg. Die Stadt Lollar ist wie viele andere Kreiskommunen auch über die Energiegesellschaft Lumdatal an dem Solarpark Buchenberg beteiligt. Nun besteht die Möglichkeit durch Ablösung der Fremdkapitaldarlehen eine weitere Beteiligung am Solarpark durch Einsatz von Eigenkapital zu zeichnen Die Energiegesellschaft bietet den Gesellschaftern jeweils eine weitere Beteiligung in Höhe von 50 000 Euro an. Diese Darlehen werden jährlich mit drei Prozent verzinst, und über einen Zeitraum von acht Jahren getilgt.

Einstimmig votierten die Ausschussmitglieder dafür.

Neue Planung der Verbandsumlage

Um eine Erhöhung der Verbandsumlage 2022 des Zweckverbandes Hallenbad Lollar/Staufenberg ging es anschließend.

Das Dach des Hallenbades ist marode. Eine Angebotseröffnung für die Dach- und Zimmerarbeiten vom Mai 2022 ergaben einen Angebotspreis, der für dieses Gewerk 62 Prozent über der Kostenschätzung vom Juli 2021 lag. Aufgrund der aktuellen Lage wurde das Planungsbüro aufgefordert, auch die übrigen Gewerke an die zu erwartenden Kosten anzupassen. Die Gesamtkosten für die Sanierung des Daches steigen von 1.441745,15 Euro Netto auf jetzt 1.973596,8 Euro Netto.

Aus diesen aktualisierten Zahlen ergibt sich die Grundlage für die Planung der Verbandsumlage im Nachtragshaushalt 2022 sowie dem Haushalt 2023 und folgende Haushalte.

Der Lollarer Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek und Staufenbergs Stadtoberhaupt Peter Gefeller sprachen sich trotz der Kostensteigerung für die Durchführung der Maßnahme aus, da ansonsten nur eine Schließung des Hallenbades in Betracht käme. Einstimmig votierten die Mitglieder dafür.

Mehrheitlich bei Enthaltung der CDU sprachen sich die Mitglieder für die Teilnahme an der Zusammenarbeit der Kommunen Allendorf(Lumda) Buseck, Lollar, Rabenau, Reiskirchen und Staufenberg in dem touristischen Arbeitskreis »Giessener Lahntäler - Lahn-Lumda-Wieseck-Salzböde« aus. Jedoch unter der Prämisse, dass alle Kommunen teilnehmen und der Finanzierung zustimmen. Die hierfür notwendigen Haushaltsmittel in Höhe von jährlich 17 000 Euro sind für die Haushalte 2023 und folgende Jahre vorzusehen.

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