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Frauenpower für Lollar

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Bianka de Waal-Schneider will Bürgermeisterin in Lollar werden. © Beate Kunze

Bianka de Waal-Schneider geht für die SPD ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters in Lollar.

Lollar (dge). Das Geheimnis it gelüftet, Bianka de Waal-Schneider geht als Bürgermeisterkandidatin für die SPD ins Rennen. Der Name ist in der Kommunalpolitik durchaus bekannt, ist sie doch seit 2011 Erste Stadträtin in Staufenberg.

»Einstimmig« - sowohl SPD als auch die Grünen haben sich in ihren jeweiligen Mitgliederversammlungen für de Waal-Schneider ausgesprochen. Wie Bernd Maroldt (SPD) und Gerhard Born (Grüne) erklärten, sei es die Qualifikation gewesen, die überzeugt habe. »Lebenserfahrung, Führungserfahrung, Verwaltungserfahrung - das konnte keiner anderer Bewerber toppen«, so Maroldt. Die SPD Lollar sei auf sie zugekommen., und »ich freue mich, dass mir dieses Vertrauen ausgesprochen wird« erklärte die Kandidatin im Gespräch mit dem Anzeiger.

Bianka de Waal-Schneider ist für ein großes Einzelhandelsunternehmen seit über drei Jahrzehnten in verschiedenen Führungspositionen tätig. Derzeit arbeitet sie als Senior-Managerin, entwickelt dort nicht nur deutschlandweit die Fortbildung für Führungskräfte, sondern verwaltet Budgets, definiert Seminarinhalte und Didaktik oder ist auch selbst als Referentin anzutreffen.

»Viele Facetten«

Die 54-Jährige lebt in Staufenberg, ist verheiratet und Mutter dreier - mittlerweile erwachsener - Kinder. Was ihr an Lollar gefällt, sind die »vielen Facetten, gerade auch das Multikulturelle«, dass die Stadt zu bieten hat. Sie will etwas bewegen, Lollar weiter entwickeln. »Es gibt nichts Gutes außer man tut es«, zitiert die Kandidatin den Schriftsteller Erich Kästner. Das sei auch ihre Devise. Zuhören, schauen, was man machen könne. Und sie stehe dafür, das, was nicht gehe, dann auch klar und transparent zu kommunizieren. »Wenn ich etwas erkläre und nicht einfach konstatiere, ist das dann auch für die Bürger nachvollziehbar«, ist sich de Waal-Schneider sicher. Für wesentlich hält sie zudem die Weiterentwicklung der Digitalisierung. »Corona hat uns gezeigt, wie wichtig das ist und wie sehr es Dinge erleichtern kann.«

Seit 2006 ist Bianka de Waal-Schneider Mitglied der Staufenberger Stadtverordnetenversammlung, zunächst als Unabhängige, seit 2007 gehört sie der SPD an, seit 2011 ist sie Erste Stadträtin. Außerdem trainiert sie die Tanzgarde des TV Mainzlar. Die Förderung von Kindern und Jugendlichen sei ihr wichtig, betont sie.

»Mit Leidenschaft«

Als Bürgermeisterin will sie sich dem Amt mit der ihr eigenen Energie widmen. »Wenn man etwas mit Leidenschaft macht, bringt man auch viel Energie mit. Das ist eine schöne Herausforderung im positiven Sinne.«

Jetzt freue sie sich aber erst mal der Wahlkampf, in dem sie die Bürger von sich und ihren Zielen überzeugen will, denn die haben bei der Bürgermeisterwahl am 18. September schließlich das letzte Wort.

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