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Mitgliedsentwicklung wieder positiv

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Lore Wissemann, Christine Linker, 2. Vorsitzende Jutta Fey, Reinhold Muhl, André Kress und Vorsitzender Henning Schäfer (v.l.). Foto: TSG © TSG

Die TSG 1883 hat Bilanz gezogen und zahlreiche Mitglieder geehrt. Darunter Lore Wissemann, die dem Verein seit 70 Jahren die Treue hält und 60 Jahre Übungsleiterin für Gymnastik ist.

Lollar (red). Henning Schäfer, 1. Vorsitzender der TSG 1883 Lollar, eröffnete seinen Bericht zu 2021 mit einem Resümee der Pandemie-Auswirkungen: Sport konnte 2020 und in der ersten Hälfte 2021 bekanntlich nur eingeschränkt angeboten werden, zum Teil immerhin online oder draußen; betroffen waren besonders die Hallen-Mannschaftssportarten. Glücklicherweise konnten auch die zum Herbst wieder starten.

In der Folge sank die Mitgliederzahl, obwohl nur wenige Mitglieder wegen ausgefallenen Angebots kündigten. Der übliche Schwund vor allem an jungen Erwachsenen, die ihren Lebensmittelpunkt ändern, konnte erst 2021 wieder durch Neueintritte ausgeglichen werden. Hoffnung gibt die bisherige Entwicklung 2022 mit einer positiven Bilanz, hier vor allem bei Kindern und Jugendlichen in »Eltern & Kind«, Basket- und Handball.

Schäfer beschrieb die Bemühungen um neue Sportarten und die Kooperation mit anderen Vereinen als Weg, den Verein attraktiv zu erhalten. Erfolgreich zeige sich auch die Zusammenarbeit mit Kindergärten im Basketball und mit den Schulen, die 60 Kinder zu den Kleinsten der Handballabteilung gebracht habe.

Allen Sportvereinen bereite es äußerste Schwierigkeiten, Übungsleiter zu finden. Die TSG sei hier besonders bei Turnen für Kinder betroffen.

Daher dankte Schäfer ganz besonders allen Übungsleitungen und Helfern, die zum Teil über viele Jahre hinweg ein geregeltes Sportangebot unter dem TSG-Motto »Vielfalt im Sport« ermöglicht hätten. Ausdrücklich dankte er auch der Stadt Lollar, vertreten durch die anwesenden Stadtverordnetenvorsteher Horst Klinkel und Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek, für die gute Zusammenarbeit, für die finanzielle Unterstützung der Sportjugend und für die Übernahme der Hallenbetriebskosten.

In seinem Grußwort schloss Bürgermeister Dr. Wieczorek daran an und betonte die Bedeutung der TSG besonders auch für die Integration von Neubürgern. Die Stadt habe in der Vergangenheit viel in den Sport investiert und vor allem die notwendige Erneuerung der in die Jahre gekommenen Sportstätten stelle sie künftig vor eine schwierige Finanzierungsaufgabe, zumal diese nicht gesetzlich fixiert sei. Versprechen konnte er für die Zukunft nichts, da er im Herbst des Jahres aus dem Amt ausscheidet.

Schäfer zeichnete sieben Mitglieder für 25 Jahre und fünf für 40 Jahre Treue zum Verein aus. 50 Jahre Mitglied waren: Christine Linker, Gerd Mühlich und Regina Zecher; 60 Jahre Ulrich Ferber, langjährig Verantwortlicher der Handballabteilung, und Reinhold Muhl, Mitbegründer der Volleyballabteilung. Eine Ausnahmeehrung gebührte Lore Wissemann für 70 Jahre Mitgliedschaft und 60 Jahre als Übungsleiterin Gymnastik. Sie ließ es sich nicht nehmen, die hohen und steilen Stufen der Tribüne zum Empfang eines Präsents herunterzusteigen.

Der Vorstand konnte nahezu identisch wiedergewählt werden. Lediglich für die Abteilung Volleyball konnte Dr. Richard Wagner nach vielen Jahren sein Amt an Frank Sauer abgeben, der in mehreren Teams aktiv ist.

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