1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Lollar

Mobiles Arbeiten in Zeiten der Digitalisierung

Erstellt: Aktualisiert:

Lollar (red). Wie schaffen wir es, das mobile Arbeiten und die digitale Infrastruktur in den Städten und im ländlichen Raum voranzubringen?

Auf Einladung der Kreisverbände Gießen der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) und der Jungen Union (JU) haben hierzu in Lollar zahlreiche Gäste mit dem hessischen Staatssekretär für Digitale Strategie und Entwicklung, Patrick Burghardt, der Bürgermeisterkandidatin für Lollar, Selda Demirel-Kocar, sowie Sascha Lember, Personalrat an der Justus-Liebig-Universität Gießen, diskutiert.

Staatssekretär Burghardt zeigte die Entwicklung des mobilen Arbeitens gerade während der Corona-Pandemie auf und forderte, künftig in allen Bereichen Voraussetzungen zu schaffen, mobiles Arbeiten zu ermöglichen. Das Land Hessen gehe hier mit eigenen Dienstvereinbarungen nicht nur als gutes Beispiel voran, es fungiere auch als wichtiger Motor, um entsprechende Infrastrukturen bereitzustellen und beispielsweise den Glasfaserausbau voranzutreiben. Dennoch müssten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Berufsfeldern angemessen mitgenommen und ihre individuellen Anliegen berücksichtigt werden.

Selda Demirel-Kocar, Anwältin und Referentin für Betriebsarbeit beim Sozialverband VdK, zeigte die arbeits- und sozialrechtlichen Hintergründe des mobilen Arbeitens auf.

Zwar komme das Arbeiten im Homeoffice gerade auch den Bedürfnissen von Risikopatienten und schwerbehinderten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern besonders entgegen; bislang fehle jedoch ein direkter Rechtsanspruch für diesen Personenkreis. Im Hinblick auf die Chancen von Kommunen wie Lollar im Zuge der Digitalisierung brachte sie die Möglichkeiten von Co-Working-Spaces-Büros und Desk-Sharing ins Spiel.

Lustig wurde es, als Sascha Lember seine Erzählung »Ein Tag im Homeoffice« vortrug. Dabei zeichnete er in überspitzter Weise Erlebnisse aus dem Alltag im Homeoffice nach, die aber umso eindrucksvoller die Herausforderungen, die damit einhergehen, deutlich machten.

Gregor Verhoff, Vorsitzender des CDA-Kreisverbands Gießen, und JU-Vorsitzende Kathrin Schmidt bedankten sich bei den Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmern und Gästen im Publikum und beendeten schließlich den für alle Anwesenden spannenden Abend nach über zweieinhalb Stunden.

Auch interessant