1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Lollar

Peter Rahn geht, Marc Doll kommt

Erstellt: Aktualisiert:

gikrei_2806_dgeWerkfeuer_4c
Peter Rahn (Mitte) übergibt den symbolischen Schlüssel für das neue Fahrzeug an seinen Nachfolger Marc Doll (r.). Links Olaf Schröder, der stellvertretende Standortleiter von Bosch Thermotechnik in Lollar. Foto: Scherer © Scherer

Lollar (sle). Am Samstagvormittag gab es bei Bosch Thermotechnik in Lollar einesteils Freude über ein neues Löschfahrzeug, auf der anderen Seite eine Zäsur, da Peter Rahn, der langjährige Leiter der Werksfeuerwehr, in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Doch der Reihe nach. Das ausgediente Fahrzeug, ein top-gepflegtes LF8 wird für die Ukraine gespendet. Peter Rahn, der seit zehn Jahren die Werksfeuerwehr leitet, wurde verabschiedet, als sein Nachfolger wurde Marc Doll verpflichtet. Rahn kann auf 37 Jahre Dienstzeit zurückblicken. Zu seiner Verabschiedung waren zahlreiche Kameraden aus Freiwilligen Feuerwehren des Kreises gekommen. Olaf Schröder, der stellvertretende Standortleiter des Werkes, und Arno Hartung Betriebsratsvorsitzender, gaben einen Rückblick in die 1980er Jahre, als die Feuerwehr im Werk noch ein anderes Domizil hatte. Das Feuerwehrgerätehaus musste dringend umgebaut werden. Rahn nahm sich der Sache an. 2019 wurde investiert, umgebaut nach modernstem Standard, eine moderne Abgasabsauganlage eingebaut. Die Fläche des Gerätehauses hat sich inzwischen verdoppelt. Vieles wurde neben der Dienstzeit in freiwilliger Arbeit von den Kameraden erledigt. Nach neun Monaten Umbauzeit könne man nur »Danke« sagen, erklärte Heiko Schäfer. Danke sagte auch Marc Doll, »dass Du eine Feuerwehr übergeben hast, die auf hohem Niveau steht«. Er bedankte sich »im Namen des gesamten Standortes für dein großes Engagement« und überreichte Rahns Ehefrau Beate Blumen, denn ohne Rückendeckung der Familie sei sein Engagement sicher nicht möglich gewesen.

Als Rahn am 20. März 2012 das Amt eines Leiters der Werksfeuerwehr übernahm, hatte er eine Wette zu bestehen. Es ging darum, ob er es fertigbringe, dass Ende 2015 50 Kameraden die Werkfeuerwehr bilden. In dieser Zeit war das Problem sehr groß, genügend Angehörige für die Werksfeuerwehr zu finden. Rahn hat die Wette gewonnen. Lollars Stadtbrandinspektor Marco Kirchner überbrachte im Namen der Freiwilligen Feuerwehren und Lollars Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek den Dank für die gute Zusammenarbeit in all den Jahren. Die beachtliche Schlagkraft der Wehr sei zum großen Teil Rahns Wirken zu verdanken. Vertreten war mit Timo Bienko auch das Regierungspräsidium Gießen, das 2014 die Aufsicht über die Werksfeuerwehr übernommen hat. Er erinnerte an 2016, als 100 Jahre Brandschutz begangen werden konnte. Als krönender Abschluss seines Berufslebens wurde Peter Rahn noch mit dem silbernen Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.

Auch interessant