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Seit 50 Jahren dem Naturschutz verbunden

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Ehrungen beim Nabu: Erwin Will, Vorsitzender, Heiko Krämer Uwe Röhrsheim, Ralf-Uwe Wolf, Edmund Weigl und der stellvertretende Vorsitzende Axel Weber (v.l.). © Krämer

Alle Vorstandsmitglieder der Nabu-Ortsgruppe Ruttershausen wurden bei den Neuwahlen in ihrem Amt bestätigt. Außerdem fanden Ehreungen verdienter Mitglieder statt .

Lollar (red). Bei den anstehenden Neuwahlen in der Jahreshauptversammlunng des Nabu Ruttershausen wurden alle Vorstandsmitglieder in ihrem Amt bestätigt.

Vorsitzender bleibt Heiko Krämer, stellvertretender Vorsitzender ist nach wie vor Axel Weber. Bestätigt wurden auch Kassierer Mark Hendrixson, Schriftführerin Lioba Krämer, die Beisitzer Bernd Rosenbaum und Wolf-Dietrich Knorre sowie Feuchbiotopwart Manfred Alt.

2019 wurden zahlreiche Veranstaltungen angeboten. Außer der alljährlich stattfindenden Vogelstimmenwanderung gab es eine Fledermausexkursion und eine Pilzexkursion. Das 50-jährige Bestehen feierte man an der Vogelschutzhütte. Die Nabu-AG (Arbeitsgemeinschaft der Nabu-Ortsgruppen von Lollar) errichtete in Odenhausen ein Schwalbenhaus und es stand wieder die »Zugvogelbeobachtungstag« auf dem Altenberg auf dem Programm. Auch die Zugvogelbeobachtungstage 2020 und 2021 konnten trotz Pandemie in gewohnter Weise stattfinden.

Zum Entwurf des Regional-planes Mittelhessen wurden im Namen der Ortsgruppe Ruttershausen kürzlich drei Stellungnamen abgegeben, die unter Federführung von Lioba Krämer erstellt wurden. Ziel ist es, die Flächen, die im aktuell noch gültigen Regionalplan als »Vorranggebiet Siedlung« und »Vorranggebiet Gewerbegebiet« ausgewiesen sind, in »Vorranggebiet Landwirtschaft« und »Vorranggebiet für Natur und Landschaft« umzuwandeln.

An dem Feuchtbiotop der Ortsgruppe, das aus fünf miteinander verrohrten Teichen besteht, müssen regelmäßig Pflegemaßnahmen zum Erhalt durchgeführt werden.

Das Biotop wird von Amphibien in großer Anzahl als Laichgewässer genutzt. Die verschiedensten Arten von Wasserinsekten und Libellen sind dort ebenfalls anzutreffen.

In der Gemarkung werden circa 200 Nistkästen und fünf Steinkauzröhren betreut. Die Nistkästen sind fast ausnahmslos mit einem Prädatorenschutz versehen, um dem zunehmenden Nestraub durch Waschbären entgegenzuwirken. Im Dorf wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche künstliche Mehlschwalbennester und Kotbretter an Häusern angebracht.

Edmund Weigl, Erwin Will und Hartmut Wirth gehören dem Verein seit 50 Jahren an. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Ralf-Uwe Wolf, Uwe Röhrsheim, Iris Reinsberg und Klaus Lewerenz geehrt.

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