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Sportplatzsanierung immer noch Thema

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Nach wie vor ist die Sanierung des Salzbödener Sportplatzes ein Thema, dieses Mal im Ortsbeirat.

Lollar (sle) Der Sportplatz in Salzböden soll in ein Naturrasenfeld umgebaut werden. Mit diesem Thema beschäftigte sich der Ortsbeirat Salzböden in seiner jüngsten Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus.

Die Sanierung des Platzes scheiterte bisher an der Bewässerung des Spielfeldes. Zwar hatte die Stadt vom Regierungspräsidium (RP) die Genehmigung, jährlich rund 1600 Kubikmeter Wasser aus dem Brunnen zu entnehmen, erklärte Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek, die Genehmigung laufe aber aus. Man habe nun beantragt, diese Genehmigung zu verlängern. Dazu hatten bereits Gespräche stattgefunden, nun sollen auch die Fraktionsvorsitzenden dazu eingeladen werden, um zusammen mit dem Sportkreisvorsitzenden eine Lösung zu finden.

1250 Jahre

Im Jahr 2025 besteht das Dörfchen Salzböden 1250 Jahre. Beim letzten Jubiläum im Jahr 2006 wurden von der Stadt 5000 Euro bereit gestellt. Die Frage war nun, ob man dieses Bestehen wieder feiern soll und in welchem Rahmen. Es wurde dabei über eine Bürgerversammlung nachgedacht, zu der auch Vereine eingeladen werden sollen.

Sollte es wieder eine Feier geben, dann müsste im Haushalt 2024 oder spätestens 2025 ein entsprechender Betrag eingestellt werden. Die Entscheidung müsse dabei rechtzeitig im Ortsbeirat im Rahmen der jeweiligen Haushaltsanmeldungen getroffen werden, sagte Ortsvorsteher Harald Pusch, der alle Mitglieder bat, sich mit dem Thema schon mal zu befassen. Dann gab es Beratungen zum Entwurf des Haushaltsplans 2022. Pusch zählte dabei für Salzböden auf: Digitalfunk für die Feuerwehr, den Dirtpark, im Sportlerheim soll eine Schließanlage eingebaut werden, und die Brücke über die Salzböde, die erneuert werden muss.

Angesprochen wurde auch die Bahnhaltestelle Friedelhausen, wo es immer noch an Parkplätzen mangelt. Die Stadt will dabei Flächen aufkaufen und diese ausbauen. Dabei muss aber noch ein Vertrag mit der Bahn unterzeichnet werden, was bisher nicht geschehen ist.

Eine Firma hat einen Vertrag wegen Reinigung des Dorfgemeinschaftshauses mit der Stadt, was seit mehr als eineinhalb Jahren immer wieder zu Beschwerden führt, da alles nicht sauber ist. Angeblich seien Geräte defekt oder fehlten überhaupt.

Dann stand die Neuaufstellung des Regionalplans im Bereich Salzböden auf der Tagesordnung. Dazu sagte der Ortsvorsteher, dass der Plan insgesamt 539 000 Hektar Fläche umfasse und alle zehn Jahre neu aufgestellt werde.

Dargestellt werden dabei Vegetation und Siedlungsflächen. Was in Salzböden dargestellt wurde, sei allerdings nicht identisch mit dem, was der Ortsbeirat beschlossen habe, stellte Pusch fest. Es gebe hier keine Erweiterungsflächen. Er sagte auch, dass er eine Stellungnahme vorbereiten wolle. Auch der Bürgermeister war der Meinung, dass es wichtig sei, Flächen vorzuhalten. Rüdiger Pohl betonte, dass es eine klare Meinung im Ortsbeirat gegeben habe, daran habe sich nichts geändert. Dass der Plan ausliege und ihn Jedermann einsehen und außerdem auch eine Meinung dazu abgeben könne, war eine weitere Information des Ortsvorstehers.

»Der Ortsbeirat bittet, die im derzeitigen Flächennutzungsplan der Stadt Lollar ausgewiesenen Siedlungsflächen zur Wohnbebauung am nördlichen Ortsrand im Bereich Salzböden im Regionalplan zu berücksichtigen, und dementsprechend diese Fläche aus dem planerischen Grünzug in der Neuaufstellung des Regionalplanes zurückzunehmen. Eine entsprechende Stellungnahme der Stadt Lollar ist gegenüber dem Regierungspräsidium Gießen abzugeben.« Diesen Beschluss fassten die Mitglieder einstimmig.

Bürgersteige

Klage wurde darüber geführt, dass auf der vor einiger Zeit sanierten Talstraße Autos über die abgesenkten Bürgersteige fahren und auch die Bürgersteige als Fahrweg benutzt würden. Nachdem der Bürgermeister erklärte, dass man ja einen anderen Beschluss beim Ausbau gefasst hatte, aber damit nicht durchkam, sagte ein Bürger »der jetzige Beschluss wurde aufgrund eines falschen Kenntnisstandes gefasst«, jetzt müsse man in Salzböden damit leben. Weiterhin bemängelte eine Bürgerin, dass die Umsteigzeit der Busse von Gießen nach Salzböden in Lollar viel zu kurz sei. Der Bürgermeister verwies dabei auf den ÖPNV oder den jeweiligen Busbetreiber, der dafür zuständig sei.

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