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Unabhängiger wirft Hut in den Ring

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Jan-Erik »Janosch« Dort will Nachfolger von Lollars Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek werden. Er sieht sich selbst als Mann der Mitte. © Dort

Jan-Erik Dort will Bürgermeister in seiner Heimatstadt Lollar werden. Er tritt als Unabhängiger an.

Lollar (dge). Ein weiterer Kandidat wirft seinen Hut in den Ring. Jan-Erik Dort hat am Mittwoch angekündigt, dass er Bürgermeister von Lollar werden will. Er tritt als Unabhängiger an.

Mit der SPD und den Grünen habe er Gespräche geführt, aber nichts mehr gehört, erklärte der 39-Jährige im Gespräch mit dem Anzeiger. Daher habe er sich entschlossen, nun an die Öffentlichkeit zu gehen, um seine Kandidatur bekannt zu geben. Er habe einmal der SPD angehört, sei aber ausgetreten. »Das war vor Jahren während eines Europa-Wahlkampfs. Da konnte ich mich mit Inhalten einfach nicht mehr identifizieren und bin ausgetreten.«

Wer bei dem Namen Jan-Erik Dort vielleicht nicht aufhorcht, dem sagt vielleicht sein Rufname Janosch etwas. Er kommt aus Lollar und lebt hier mit seiner Frau und dem fast dreijährigen Sohn. Zur Zeit ist er als Sozialwissenschaftler bei der Bildungsinsel tätig und unterstützt dort Menschen bei Schwierigkeiten aller Art.

»Bodenständig«

Über sich selbst sagt er: »Ich bin ein bodenständiger Mann aus der Mitte und will nah an den Bürgern und Bürgerinnen sein. Da ich in Lollar groß geworden bin und mittlerweile, nach meiner Studienzeit in Gießen, wieder hier wohne, weiß ich Lollars lebenswerte Art zu schätzen, und möchte diese erhalten sowie ausbauen und dabei die Bürger und Bürgerinnen einbinden. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen als Bürgermeister zu kandidieren.« Als Kernthemen nennt er nachhaltige und familienfreundliche Wohnraumentwicklung, aber auch die Betreuungssituation an den Kitas.

Gleichzeitig sieht er Chancen in der Digitalisierung, die er weiter vorantreiben will, ohne dabei den persönlichen Kontakt zu den Bürgern zu verlieren. »Ich freue mich auf Meinungen und Eindrücke aus der Bevölkerung, um auch Themen aufzunehmen, die sonst vielleicht nicht behandelt werden.«

Auch auf der politischen Ebene freue er sich auf einen regen Austausch mit Parteien und Amtsträgern, »insbesondere, da ich weiß, dass Neuerungen oft mit viel Arbeitsaufwand einhergehen.« Er wolle die Verwaltung stärken und mehr Transparenz schaffen, *«um zu zeigen, was die Stadt Lollar alles leistet, denn ich denke, die Stadt hat große Vorzüge und viel Potenzial. Darauf können wir stolz sein«, so der Bürgermeisterkandidat.

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