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Zusätzliche 75-Prozent-Stelle für Jugendarbeit bewilligt

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Von: Erika Scherer

Einer der Tagesordnungspunkte des Sozialausschusses hatte die Aufstockung des Vertrages über die offene Jugendarbeit zwischen der Stadt Lollar und dem Diakonischen Werk zum Inhalt.

Lollar (sle). Einer der Tagesordnungspunkte des Ausschusses für Soziales, Integration, Jugend, Kultur und Sport, der im Lollarer Bürgerhaus tagte, hatte die Aufstockung des Vertrages über die offene Jugendarbeit zwischen der Stadt Lollar und dem Diakonischen Werk zum Inhalt.

Das Diakonische Werk begründete, dass es nötig sei, zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Aufstockung des Angebots der offenen Jugendarbeit um einen Stundenanteil von 75 Prozent der Vollzeit zu erhöhen. Innerhalb des Sozialen Netzwerkes ist die offene Jugendarbeit der Stadt Lollar zuständig für die offene Kinder- und Jugendarbeit und somit Ansprechpartner für Kinder, Jugendliche, Eltern und Kooperationspartner wie Schulen, soziale Dienststellen und Vereine. Der Jugendpfleger berät dabei zu unterschiedlichen Problemen und vermittelt bei Bedarf an entsprechende Fachstellen weiter. Es gibt ein wechselndes Programm mit offenen Angeboten aus Jungen- und Mädchengruppen, zwei offenen Treffs, und die Tagesauflüge werden regelmäßig von zahlreichen Kindern und Jugendlichen genutzt. Darüber hinaus beteiligt sich die Jugendpflege auch an Quartiersfesten, Familiennachmittagen und organisiert Veranstaltungen jedweder Art.

Mit Blick auf die Leistungsanforderungen wird deutlich, dass die Jugendpflege an ihre personellen Grenzen stößt, und zusätzlicher Fachkrafttätigkeit bedarf. Die Diakonie schlägt deshalb vor, eine 75 Prozent Sozialarbeit pro Haushaltsjahr einzustellen, was rund 48 100 Euro und 2000 Euro an Betreuungsaufwand ausmacht. Bei der Abstimmung im Ausschuss wurde der Antrag auf Aufstockung des Vertrages für die offenen Jugendarbeit zwischen der Stadt Lollar und dem Diakonischen Werk mit fünf Ja-Stimmen gegen zwei Nein-Stimmen angenommen.

Die Mittel für die Jugendpflege in Höhe von 152 716 Euro sind im Haushalt 2023 einzuplanen. Zurzeit stehen im Haushalt 2023 lediglich 83 000 Euro, die als Zuschüsse für die Diakonie für die Jugendpflege eingeplant sind. Jugendpfleger Martin Eichler und Sarah Arend stellten anschließend die neuen Jugendräume in Lollar und Salzböden vor.

In Lollar gibt es einen neuen Jugendraum am Schwimmbad bei der DLRG für eine kleinere Gruppe Jugendlicher, in Salzböden wird der Jugendraum im Dorfgemeinschaftshaus derzeit von den Jugendlichen auf Vordermann gebracht.

Dann berichtete Sven Ifland, der Jugendpfleger von Staufenberg über die Wahl der Kinder und Jugendvertretung. Bedauerlicherweise hatte es zahlreiche ungültige Stimmen gegeben, die so zu erklären waren, dass, wenn nur zwei Kreuze gesetzt wurden, obwohl vier Personen zur Wahl standen, die Wahl ungültig war. Alle vier Personen wurden aber doch gewählt.

Ifland erklärte auch, dass die konstituierende Sitzung bereits stattgefunden habe. Die Jugendlichen will man nach Lollar in eine Sitzung des Ausschusses einladen. Der als Besucher anwesende Ortsvorsteher von Ruttershausen, Michael Sauer, berichtete, dass man den Jugendraum im Gemeindehaus der Kirche wieder aktivieren wolle.

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