Laschet in Gießen: "Wollen Industrieland bleiben"

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GIESSEN - Als sich die Menge der Fotografen und Kameraleute am Samstagmittag im Hof des Klosters Schiffenberg verdichtet, ist klar: CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet ist beim 100. Landestag der Jungen Union angekommen. Und der Parteinachwuchs, der zuvor Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eifrig applaudiert hat, bereitet dem Parteivorsitzenden einen herzlichen Empfang.

Zu Klängen der Filmreihe "Rocky" bewegt sich der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen in Richtung Bühne. Dort macht Laschet einen Rundumschlag durch die Bundespolitik, um die Junge Union auf den beginnenden Wahlkampf einzustimmen. Zentral ist dabei unter anderem der Klimawandel. "Wir wollen ein Industrieland bleiben", sagt Laschet, der sich zum Klimaschutz bekennt. Doch im Unterschied zu den Grünen wolle die CDU nicht etwa die CO2-Werte hochsetzen, sondern auf Innovationen wie "grünen Stahl" bauen. "Im Ziel sind wir uns einig, aber ich traue weder SPD noch Grünen und Linken zu, zu handeln", ruft der Kanzlerkandidat den gut 200 Delegierten im Klosterhof zu. Auch der Sozialpolitik wendet sich Laschet zu: "Sozial ist nicht, Hartz-VI-Sätze zu erhöhen. Sozial ist, dass Kinder aus einer solchen Situation rauskommen", betont Laschet zum Thema Bildungsgerechtigkeit. Übrigens: Dass der Bundesvorsitzende am Kloster angekommen ist, ist auch an den Trillerpfeifen zu hören. Denn vor dem Kloster haben sich einige Demonstranten bei getrennten Veranstaltungen versammelt, darunter "Fridays for Future". (ausführlicher Bericht folgt).

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