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16 000 Quadratmeter für 202 423 Euro gekauft

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Von: Volker Böhm

Pohlheim (vb). Die Stadt Pohlheim kauft dem Land die fast 16 000 Quadratmeter große Freizeitanlage in der Gemarkung »Kannwiese« in Watzenborn-Steinberg ab. Die Fläche liegt unterhalb des Hallenbads. Dort befindet sich unter anderem der Mehrgenerationen-Fitnesspark. Die Stadt zahlt für das Gelände 202 423 Euro. Das Stadtparlament beschloss den Kauf einstimmig in nicht-öffentlicher Sitzung.

Seit 2010 verhandelt die Stadt schon mit dem Land, konkret mit Hessen Forst, über den Kauf des Grundstücks. Im südlichen Bereich fließt der Lückenbach. Schließlich einigten sich die Verhandlungsführer. Allerdings forderte das Land einen Quadratmeterpreis von 13 Euro, während der Gutachterausschuss einen Verkehrswert von zwölf Euro pro Quadratmeter ermittelte. In der Vorlage heißt es, dass die Stadt den Preis aus Haushaltsresten finanzieren kann.

Im Bebauungsplan ist das Gelände als Freizeitanlage ausgewiesen. Das Land behält sich ein Wiederkaufsrecht vor, falls das Grundstück innerhalb von 30 Jahren anders genutzt werden sollte oder mit einer anderen Zweckbindung verkauft würde.

»Kurze Beine - kurze Wege« hatte die CDU einen Antrag überschrieben, der einstimmig beschlossen wurde. Im Rahmen der Zufriedenheitsstudie der Gießener Justus-Liebig-Universität sollen Eltern von Kindergartenkindern gefragt werden, ob sie diese eigenständig in die Kita gehen lassen, ob sie diese zu Fuß oder mit dem Fahrrad begleiten oder mit dem Auto bringen. Ob eine Kita zu Fuß zu erreichen ist, gewinne offenbar eine immer größere Bedeutung, heißt es zur Begründung des Antrags.

Ebenfalls auf Antrag der CDU wird der Magistrat prüfen, ob ein Carsharing-Modell mit E-Autos in Pohlheim umgesetzt werden kann. Ursprünglich wollte die CDU das Thema wegen der schlechteren Infrastruktur bei Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten und ÖPNV auf die südlichen Stadtteile beschränken. Doch die Diskussion in den Ausschüssen ergab, dass dieses Thema für ganz Pohlheim geprüft werden soll.

Als Referenz für Carsharing im ländlichen Raum nennt die CDU ein Projekt im Marburger Stadtteil Ginseldorf. Zugleich soll geklärt werden, wo durch Fotovoltaikanlagen angetriebene Ladesäulen aufgestellt werden könnten. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen.

Dies galt auch für den Waldwirtschaftsplan für 2023. Bei Einnahmen von 48 563 Euro und Ausgaben von 43 438 Euro wird mit einem Überschuss von 5125 Euro gerechnet.

Der neue Revierförster Thomas Jennemann und Jürgen Reibert vom Forstamt Wettenberg hatten Details im Bauausschuss vorgestellt. Jennemann ging davon aus, dass deutlich mehr als die geplanten 800 Festmeter eingeschlagen werden müssten. Im Wesentlichen gehe es um die Buche. Rund 2400 neue Bäume sollen gepflanzt werden.

Einstimmig gebilligt wurde auch ein Antrag der CDU, wonach der Magistrat einen Bedarfsplan für Kinderbetreuungsplätze aktualisiert vorlegen soll. Dieser Plan wird vom Landkreis in Abstimmung mit der Kommune erstellt. Auf Wunsch der Grünen soll er jährlich dem Parlament vorgelegt werden.

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