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Absolventen Autoren ihres eigenen Buches

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Schulleiterin Petra Brüll (links) und Stufenleiter 9/10 Simon Schunk (rechts) zeichneten die besten Realschul-Absolventen aus. Foto: Wißner © Wißner

Die Pohlheimer Adolf Reichwein Schule hat 103 Schüler in zwei Feiern gebühend verabschiedet.

Pohlheim (twi). 103 Schüler der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) haben es geschafft und wurden in zwei Feiern gebührend gewürdigt. In der Sporthalle verabschiedete Schulleiterin Petra Brüll insgesamt 73 Schüler der zehnten Klassen. »Für 13 von euch endet die Schulzeit und ihr tretet in das Berufsleben ein. Mindestens 35 von euch werden in weiterführende Schulen gehen und den nächsthöheren Abschluss, also Fachhochschulreife oder das Abitur, anstreben. Bei den übrigen ist noch nicht bekannt, was da geplant ist oder noch fix geplant werden wird.« Zwei Tage zuvor waren bereits 30 Schüler der neunten Klassen mit Haupt- und qualifiziertem Hauptschulabschluss verabschiedet worden, von denen sechs eine Ausbildung beginnen und 24 weiter die Schulbank drücken, um sich in den beruflichen Schulen weiterzuqualifizieren.

Brüll dankte Eltern, Lehrern, dem Team der Sozialarbeit, Hausmeistern, Förderverein und auch den Schülern, die an der Planung der Veranstaltung beteiligt waren und zudem hatten die Schüler »einen folgenlosen Abschlussgag hinbekommen und schließlich die Sporthalle zu diesem festlichen Raum gemacht. Das habt ihr toll gemacht, großes Lob an Euch« .

Herausforderungen

Alle könnten stolz auf ihre Abschlüsse sein. »Ihr habt wahrlich viel gearbeitet, um da hinzukommen, wo ihr nun seid. Aber eine Frage bleibt: Wie geht es weiter? Was sind eure Pläne, was ist euer Lebensziel? Ihr habt es wahrlich nicht leicht, denn ihr lebt in einer Zeit mit sehr großen Herausforderungen. Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, vieles kann nicht so bleiben, wie es war, es gilt allerhand zu verändern, um den Planeten lebenswert zu erhalten. Auch die Globalisierung bringt Probleme mit sich, die es zu lösen gilt und vieles andere mehr.« Den Schülern empfahl Brühl, ihre Träume zu entwickeln, nichts sei unmöglich, habe die Geschichte doch gezeigt, dass Dinge, die wir heute noch als Trick oder Witz oder ScienceFiction abtun, vielleicht bald möglich sind, weil Menschen einen Traum haben, einen Plan entwickeln und diesen hartnäckig verfolgen. »Lasst euch also nicht gleich vom Weg abbringen, wenn etwas nicht sofort funktioniert! Bleibt zielstrebig und ausdauernd bei der Verwirklichung, seid kreativ und probiert die Möglichkeiten aus, die ihr auf euren Wegen findet. Bleibt fröhlich, genießt das Leben und das Glück und kümmert euch um die Menschen um euch herum, sie sind wichtig, nicht Dinge oder gar der Besitz von möglichst viel Geld. Und bleibt wahrhaft und ehrlich.« Elternbeiratsvorsitzender Björn Feuerbach betonte, dass sich »sich heute das Kapitel eines Buches schließt und ein neues wird aufgeschlagen - und das Gute dabei: Ihr seid die Autoren«. Ausgezeichnet wurden durch Brüll und Stufenleiter 9/10 Simon Schunk für den besten Realschulabschluss Juliana Cil, Maleen Schwarzer (beide Notendurchschnitt 2,0) und Robin Kecel (2,2) sowie für das beste Abschlusszeugnis mit Übergang in die Oberstufe Jaqueline Danho (1,1) und Joyce Ibrahim (1,2), die auch beide für ihre Spanisch-Kenntnisse ausgezeichnet wurden, sowie Mariel Yacoub (1,2).

Auszeichnungen

Für besondere Leistungen wurden Luca Kunzmann und Svenja Stefanski ausgezeichnet.

»Ich bin stolz auf euch«, versicherte Brüll zwei Tage zuvor jenen 30 Schülern der beiden neunten Klassen, welche in der Aula verabschiedet wurden. Nicht alle hatten die gleichen Voraussetzungen, musste doch der ein oder andere noch so ganz schnell, so nebenbei, die deutsche Sprache lernen, sich in einer völlig anderen Kultur zurechtfinden und dabei dann schon auf den Schulabschluss hinarbeiten, einen Ausbildungsplatz suchen oder eine andere Anschlussmöglichkeit an die Schulzeit finden. »Das empfinde ich als eine großartige Leistung und davor ziehe ich meinen Hut!« Und dann hatten auch nicht alle die gleichen Voraussetzungen, als sie nach langer Durststrecke in der Zeit des Homeschoolings auf sich gestellt von zu Hause aus alles managen sollten. Dies sei schon aufgrund der technischen Möglichkeiten sehr unterschiedlich gewesen. »Aber ihr habt es geschafft. Ihr habt nun den Schulabschluss in der Tasche und dazu gratuliere ich euch allen ganz herzlich.« Ausgezeichnet wurden für den besten Hauptschulabschluss Paul Empelmann (2,0), David Dridiger (2,2), Nordini Shany Baki, Sabri Varli und Scharbel Saffo (alle 2,3). Musikalisch umrahmten Chor und ebenfalls Polina Reichel die Feier.

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