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Auf einem »guten Weg«

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Von: Albert Mehl

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Bürgermeister Andreas Ruck sicherte in der gut besuchten Kulturellen Mitte in Holzheim dem Projekt seine Unterstützung zu. Foto: Mehl © Mehl

Was den 80 Besuchern in der Kulturellen Mitte in Holzheim am Herzen liegt, ist das Projekt »Multifunktionssportanlage«. Diese Idee sei nun rund eineinhalb Jahre alt, berichtete Ortsvorsteher Jung.

Pohlheim (amp). Den ersten Erfolg verbuchte Daniel Jung bei der Begrüßung. »Die Hütte ist voll. Das zeigt, dass unser Ort Euch am Herzen liegt«, sagte der Ortsvorsteher von der CDU beim Blick auf die mit knapp 80 Besucherinnen und Besuchern gut gefüllte Kulturelle Mitte in Holzheim. Was den Gästen am Herzen liegt, ist das Projekt »Multifunktionssportanlage« oder, wie es in der Einladung zur »Bürgerinformationsveranstaltung« hieß, »Ausbau von Sport-, Kultur- und Freizeitanlagen«. Diese Idee sei nun rund eineinhalb Jahre alt, berichtete Jung. Während der Corona-Pandemie hätten viele gemerkt, dass Außenspielflächen fehlten. Von Tino Beutel sei die Idee gekommen, auf dem Gelände des Tennisclubs unterhalb der Regenbogenschule eine solche Anlage zu errichten. Nach einigen Treffen im kleinen Kreis suche man nun nach »Verbündeten, um dieses Projekt zu stemmen«, wie Horst Biadala (SPD) erläuterte.

»Etwas Besonderes bewerkstelligen«

Der erfahrene Lokalpolitiker zählte einige Beispiele aus der Vergangenheit auf, in denen Pohlheims südlichster Stadtteil seine Stärken der Bürgerbeteiligung unter Beweis gestellt habe. »Unser Ziel ist es, Euch zu ermuntern, damit wir das, was wir vorhaben, auch umsetzen können.« Holzheim wolle wieder »etwas Besonderes bewerkstelligen«. Pohlheims Bürgermeister Andreas Ruck (parteilos) führte aus, dass man bereits daran sei, die benachbarte BMX-Bahn auf Vordermann zu bringen. Die Stadt werde jedenfalls die »geniale Idee« unterstützen. Ruck merkte aber auch an, dass dafür »viel Manpower« benötigt werde.

Mitinitiator Tino Beutel berichtete, dass erste Ideen da seien, über die er auch auszugsweise berichtete. Die weitere Entwicklung solle aber ein »gemeinsamer sehr offener Prozess« werden. Die Idee sei, eine »Interessengemeinschaft verschiedener Nutzer« zu bilden. Albert Mehl als Vorsitzender des TV Holzheim wies darauf hin, dass die Regenbogenschule als Mitnutzer verstärkt einzubinden sei. Zudem müsse sich der Landkreis (»möglichst bald«) entscheiden, wie es mit der maroden und gesperrten Schulturnhalle weitergehen soll. Denn hier täten sich Möglichkeiten der Gestaltung und Zusammenarbeit auf, sagte Mehl. Christian Görlach, der Vorsitzende des TC Holzheim, sagte, dass die Tennisanlage bereits wieder auf Vordermann gebracht werde, was aber nicht die Unterstützung für das Projekt mindere. »Da gibt es keinen Zielkonflikt!«

Über ihre Erfahrungen mit dem 2020 eröffneten »Aktivpark Lumdatal« berichteten Stefan Naumann und Anette Kurth. Naumann, Präsident des TV Mainzlar, erzählte, dass man in seinem Verein eine »Sportstätte für Jedermann« habe schaffen wollen. Und dies auch auf einem ehemaligen, brachliegenden Sportgelände geschafft habe. Er betonte im Blick auf das Holzheimer Projekt, dass bei der Planung »ein Modul-System ganz wichtig« sei. Kurth, Regionalmanagerin vom Verein Gießener Land, stellte anhand der Erfahrungen im Lumdatal Wege vor, um Förderungen zu erhalten. Sie bescheinigte den Holzheimer Initiatoren: »Es sieht so aus, als ob es förderfähig wäre«, wodurch durch das Leader-Programm rund 60 bis 75 Prozent der Kosten abgedeckt werden könnten. Dies kommentierte Daniel Jung mit den Worten »Wir haben gesehen, dass wir bereits auf einem guten Weg sind«.

Kerngruppe wird gebildet

In Arbeitsgruppen unter den Vorgaben Vereine/Schule, Familie und Kinder, Jugend, Senioren, Kultur beleuchteten die Anwesenden Vor- und Nachteile des Projekts und machten Vorschläge für die Gestaltung. Die sollen zum einen in Kürze veröffentlicht werden. Und es soll bereits am Dienstag (31. Januar) um 20.30 Uhr im Gasthaus »Zur Linde« eine Kerngruppe gebildet werden. Daniel Jung hofft, dass er wieder eine »volle Hütte« begrüßen kann.

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