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Ausstellung im Container auf Schulgelände

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Pohlheim (red). Die »Arolsen Archives« eröffnen am 24. November um 17 in Pohlheim mit einer Gedenkveranstaltung in der Aula der Adolf-Reichwein-Schule die Open-Air Wanderausstellung »#StolenMemory«. Um Voranmeldung unter filiz.bulut@adolf- reichwein-schule.net wird gebeten. Im Mittelpunkt stehen der letzte Besitz von KZ-Inhaftierten und die Frage, wie es gelingt, diese sogenannten Effekten an Familien der Opfer zurückzugeben.

Zu sehen ist die Ausstellung in einem aufklappbaren Übersee-Container auf dem Schulgelände.

»Effekten« sind persönliche Gegenstände, die Häftlingen bei ihrer Ankunft in den Konzentrationslagern von den Nationalsozialisten abgenommen wurden. Oft waren es Eheringe, Uhren, Füller oder Brieftaschen mit Fotos. »#StolenMemory« ist eine Kampagne der »Arolsen Archives« zur Rückgabe dieser persönlichen Gegenstände an die Angehörigen. Über 650 Familien konnten seit dem Start der Kampagne 2016 bereits gefunden werden. Die Ausstellung zeigt Bilder solcher »Effekten« und erzählt vom Schicksal von zehn NS-Verfolgten.

Unter der Überschrift »Gefunden« lenkt die Ausstellung den Blick auf persönliche Gegenstände, die bereits zurückgegeben werden konnten. Sie berichtet vom Verfolgungsweg der einstigen Besitzer und den Rückgaben an ihre Familien heute. Mit dem Smartphone können die Besucher über QR-Codes Videoportraits aufrufen, in denen die Angehörigen selbst zu Wort kommen.

Unter der Überschrift »Gesucht« werden »Effekten« gezeigt, die noch auf ihre Rückgabe warten. Eine wichtige Botschaft ist deshalb auch: Jeder kann die »Arolsen Archives« bei der Rückgabe der Effekten unterstützen und sich selbst auf Spurensuche nach den Verfolgten und deren Familien begeben. Denn noch immer bewahrt das Archiv gestohlene Erinnerungsstücke von knapp 2500 Personen aus ganz Europa auf.

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