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Baufläche keine Option

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Pohlheim (twi). Zwei in der Sitzung des Pohlheimer Haupt- und Finanzausschusses (HFA) behandelten Anträge erhielten keine Beschlussempfehlung für die kommende Stadtverordnetenversammlung.

Nachdem bereits im Bauauschuss der Bebauungsplanentwurf Hausen-Ost Süd erörtert wurde (der Anzeiger berichtete), ging es nun nochmals um den vieldiskutierten Grasweg, der von drei Meter auf die Hälfte dieser Breite reduziert und als reiner unbefestigter Fußweg einbezogen wurde. CDU-Fraktionsvorsitzender Malke Aydin plädierte erneut für eine Abschaffung des 100 000 Euro teuren Grasweges und musste sich dann von Bürgermeister Andreas Ruck (unabhängig) rechnerisch belehren lassen, das eine solche Aussage einfach nicht zutreffe.

Wie Ruck ausführte, gehe es konkret um 453 Quadratmeter und da müsste schon ein Quadratmeterpreis von mindestens 450 Euro zugrunde gelegt werden, um eine mehrfache sechsstellige Summe überhaupt zu erreichen. »Wenn wir einmal von 250 Euro ausgehen, wobei wir noch nicht einmal wüssten, welchen Betrag wir nehmen sollen, dann wären dies 113 250 Euro«. Noch vor der Abstimmung machte Schunk-Wießner klar, dass jene durch Änderungsanträge zusätzlich zu diesem Antrag hinzugekommenen Punkte hier im HFA »nichts zu suchen haben und wir hier nicht über den Gesamtantrag, sondern nur über den Punkt Grasweg entfällt zugunsten von Bauflächen abstimmen«. Gegen die Stimmen der Christdemokraten und Freien Wähler bei Enthaltung der FDP galt der CDU-Antragsteil mit einem Patt abgelehnt.

Ebenfalls mehrheitlich abgelehnt wurde der FW-Antrag eines »Integrierten Zukunftsplan Tourismus, Kultur und Stadtmarketing für Pohlheim«. Solch ein Vorschlag könne zunächst unter Bürgerbeteiligung diskutiert werden. Es gebe bereits im Rahmen der Aktion »MeineStadt« entsprechende Arbeitsgruppen, hieß es seitens SPD und Grünen.

Am Ende der Zusammenkunft in der Volkshalle teilte Ausschussvorsitzende Melanie Schunk-Wießner (SPD) vor dem Hintergrund weiterhin ansteigender Coronazahlen mit, dass es »in der nächsten Zeit öfter passieren kann, das Abgeordnete fehlen werden. Daher rege ich an für alle Ausschüsse noch einen zweiten stellvertretenden Vorsitzenden zu wählen.«

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