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Beeindruckender Orchester-Sound

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Hohe Auszeichnungen wurden anlässlich des Frühlingskonzertes verliehen. © Schmidt

Pop, Polka und Ehrungen : Die »Waldholzberger« feiern mit einem großartigen Frühlingskonzert 65 Jahre Musikzug Holzheim.

Pohlheim (ger). »Endlich wieder … Frühjahrskonzert« hieß es am Sonntagnachmittag beim Musikzug Holzheim, denn gemeinsam mit Musikern des Blasorchesters der Freiwilligen Feuerwehr Homberg/Ohm und dem Musikverein Waldsolms hatten sie in die Kulturelle Mitte zum musikalischen Stelldichein eingeladen. Gemeinsam bilden die drei Gruppen unter dem Namen »Waldholzberger« ein großes Blasorchester, auch mit beeindruckendem Orchester-Sound. Für den Holzheimer Musikzug-Vorsitzenden Dieter Seidler war es aber nicht nur ein erstes gemeinsames Konzert nach langer Corona-Pause für die Musikanten, sondern auch, wie er es nannte, ein Geburtstagsständchen für den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Holzheim. Die Musiker blicken in diesem Jahr auf 65 Jahre Gründungsgeschichte zurück, entsprechend gab es auch Ehrungen langjähriger Holzheimer Musiker während des Programms. Dazu war eigens Kreisstabführer Werner Rauber-Wagner vom Kreisfeuerwehrverband Gießen gekommen, um Urkunden und goldene und silberne Auszeichnungen persönlich zu überreichen.

Mit dem Marsch »Blaze away - Feuert los« des deutsch-amerikanischen Komponisten Abe Holzmann hatten die 55 Musikerinnen und Musiker einen militärisch-zackigen Auftakt gewählt. Nach der Begrüßung durch Moderator Horst Biadala, der mit einigen hilfreichen Informationen zu Geschichte und Musik durch das Programm führte, entführte das Blasorchester die Zuschauer in die Welt von 1001er Nacht beim Stück »Auf einem persischen Markt« mit sinfonischen Anklängen. Für den musikalischen Leiter Jochen Pietzsch war es zudem ein großer Tag mit dem Konzert, denn nach der Übernahme des Taktstocks in Holzheim im Januar 2018 war es das erste öffentliche Konzert mit den Waldholzbergern. In Waldsoms und Homberg/Ohm finden ebensolche Konzerte statt. »Pavane in Blue« mit Trompetenklängen und das sich steigernde Tempo von Trommeln unterlegt beim »Lord of the Dance« zeigten die Vielseitigkeit der Musiker. Musicalmelodien aus »Les Miserables« oder die »Erinnerungen an Zukus Renz« mit der Leichtigkeit des Spiels am Xylofon von Tim Böhmer waren weitere Stücke der Musiker, die weit mehr als Blasmusik zu bieten hatten. Im Takt der Walzer-Klänge beim »Souvenir de Val D’isere« ging es in die Pause. Der folgte nach einem Einstieg unter anderem im Dixieland-Stil mit Saxofon-Klängen im Quartett »Sax-Fo(u)r-Fun die Ehrungen bevor die Musik wieder seinen zustehenden Part übernahm. Moderne Rhythmen gab es beim »Abba-Revival« oder dem Hit »Über sieben Brücken« mit Gesang von Anette Hecht zu hören. Von der »Jugendliebe« sang Anna Katharina Groß mit Orchesterbegleitung bevor am Ende Polka-Klänge dominierten. »Im schönen Prag« mit dem Gesangsduo Katharina Groß und Martina Pietzsch erklang, bevor bei der »Abschiedspolka« noch einmal so richtig zünftig aufgespielt wurde. Nach viel Applaus der Zuhörer gab es als Zugabe unter anderem das »Steiger-Lied«.

Bei den Ehrungen konnten Kreisstabführer Rauber-Wagner und Musikzug-Vorsitzender Seidler als Würdigung Gerhard Schneider für seine besonderen Verdienste im Vorstand als Vorsitzender und Beisitzer, Planer, Bauleiter und Eventmanager sowohl die goldene Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen verleihen als auch die Bandschnalle in Gold mit Kranz der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände als aktiver Musiker. Die Bandschnalle in Gold mit Kranz erhielt ebenso Heinz Willi Müller für ebensolche 60 Jahre als Musiker. Der seit 1982 musizierende Alfred Peppmöller wurde mit der Bandschnalle in Gold ausgezeichnet. Das Ehrenzeichen für Hessische Feuerwehrmusiker in Gold erhielten für 50 Jahre Klaus-Günther Mertsch und Jürgen Kolb, in Silber für 25 Jahre Oliver Hantschel und Sonja Müller.

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