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Blick zum Heiteren gerichtet

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Zwei die immer dabei sind, so auch bei der 11. Sitzung: Esperanza Thomas (l.) und Katja Herbert. © Dickel

Zwei Stunden dauerte die 11. Weibersitzung der »Chorifeen« Watzenborn-Steinberg . Gelegenheit, trotz schwieriger Zeiten, einmal auf andere Gedanken zu kommen.

Pohlheim (gdi). Dass die 11. Weibersitzung der Chorifeen aus Watzenborn-Steinberg eine ganz Besondere werden sollte, stand schon lange fest. Doch dass die aktuelle Veranstaltung am 24. Februar nicht nur dem Virus aus dem Weg gehen musste, sondern auch noch von den Kriegsnachrichten aus Osteuropa einen weiteren Dämpfer verabreicht bekam, war alles andere als heiter und motivierend.

Doch zum Glück hatte das Steuerungsteam von Margita Mohr, Heinz Ottinger, Kerstin Westbrock, Ingrid Berk, Bernd Rudolph und Günther Dickel vor Beginn des »Altweiberabends« zwei Singstundenteile in Präsenz organisiert. Mit angewendetem Hygienekonzept trainierten zuerst von 19 bis 19.40 Uhr die Bassisten und Soprane mit Dirigentin Karina Kardaschewa im Saal vom »Grünen Baum«. Nach Desinfektion- und Lüftungspause starteten Tenöre und Altistinnen ihren Übungsteil mit Klavier, Beatbox und vorangegangener Stimmbildung.

Parallel hierzu hatten die ersten »Unentwegten« von Bass und Sopran im Restaurant Platz genommen, um sich mit Leckereien aus der Küche zu stärken.

Nach Ende des zweiten Singstundenteils gesellten sich noch einige Altistinnen im Restaurant dazu, sodass um Punkt 21.11 Uhr der Narrhalla Marsch aus der Beatbox ertönte. Die jedoch bei den Chorifeen seit Jahren bekannte überschwängliche Heiterkeit flackerte zwar immer wieder auf, war aber nicht mit der üblichen »Weiberstimmung« vergleichbar. Unbedarfte Beobachter hätten dies vermutlich schon zu Beginn an der geringeren Kostümierung erkannt.

Dass die Sitzung dann doch bis 23 Uhr dauerte, war den heiteren Beiträgen, Geschichten und Gesängen von Katja Herbert, Esperanza Thomas, Renate Dickel, Margita Mohr und Wirtin Sihem Temelci zu verdanken.

Die in die Sitzung sich leise eingeschlichenen Bassisten Gerhard Schneidmüller und Günther Dickel ergänzten mit Kommentaren und Gesang das Programm. Dass auch bei Feierlaune mit alkoholischen Getränken das von Bernd Rudolph ausgetüftelte Hygienekonzept inklusive Raumlüftung im Restaurant vom »Grünen Baum« durchgängig Anwendung fand, war Philipp Herbert zu verdanken.

Chorifeen-Abteilungsleiterin Margita Mohr dankte am Ende der zweistündigen Sitzung allen Anwesenden und ganz besonders den am Programm beteiligten Chorifeen. Ja, es bedarf keiner Anstrengung, »nix« zu tun und dies mit den verschiedensten Unbill des Lebens zu begründen. Selbst der an diesem Abend um 18 Uhr siebenminütige »Schneegriesel« hatte es geschafft, dass Chormitglieder es vorzogen, das »traute Heim« nicht zu verlassen.

Schütt die Sorgen in ein Gläschen Wein… soll und wird auch kein Motto bei den Chorifeen werden, doch mal abschalten und den Blick zum Heiteren richten, das haben sie wieder bewiesen und bewahren es hoffentlich auch weiterhin. Helau!

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