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»Die Juliska aus Buda-Budapest« beklatscht

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Katharina Stoll (Gesang) und Therese Rinderknecht (Klavier) verzauberten die Zuhörer bei der Abendmusik in der Christuskirche mit bekannten Operettenmelodien. Foto: Schmidt © Schmidt

Pohlheim (ger). Musikfreunde von Operettenmelodien kamen am Freitagabend in der Christuskirche in Watzenborn-Steinberg voll auf ihre Kosten. Im Rahmen der Abendmusik-Konzertreihe der evangelischen Kirchengemeinde waren rund 100 Gäste gekommen, die die Frankfurter Künstlerinnen Katharina Stoll (Gesang) und Therese Rinderknecht (Klavier) dabei auf ihrer musikalischen Reise mit viel Herz, Schmerz und Leidenschaft vom Wolfgangsee im Salzkammergut über die Weltstadt Wien bis hin zur »Stadt der Liebe« nach Paris erleben wollten.

»Facetten der Liebe - ein Operettenabend« war als Titel des Abends passend gewählt, denn mit der Arie »Es muss was wunderbares sein, von dir geliebt zu werden« aus Ralph Benatukys Operette »Im weißen Rössl« wurde der Startschuss zu einem Best-off aus diesem Genre mit seiner leichten, meist eingängigen Musik gegeben.

Die Musikpädagogin und Sängerin Katharina Stoll, die an Dr. Hoch’s Konservatorium in der Main-Metropole Frankfurt ihre Liebe zum Gesang entdeckt hatte, bestach dabei gleich zu Beginn mit ihrer klaren, lebendigen Stimme und einem strahlenden Lächeln und spielerischer Ausdruckskraft. »Ich bin die Christel von der Post« aus Zellers »Der Vogelhändler« war dafür beispielhaft im perfekten Zusammenspiel mit Rinderknecht am Klavier, die zahlreichen Konzertbesuchern noch von ihrer chorischen Arbeit als Dirigentin bei den heimischen Harmonie-Chören bekannt war. Zur Romantik wechselte die beiden Künstlerinnen beim »Mein Herr Marquis« aus »Die Fledermaus« vom Wiener Kapellmeister und weltberühmten Komponisten Johann Strauss. Zuvor gab es einen Abstecher zu den französischen Nachbarn nach Paris beim »Ich schenk mein Herz« aus »Die Dubarry« (Theo Mackeben). Arien aus Operetten von berühmten Operetten-Komponisten, wie Franz Lehár bis hin zu Robert Stolz folgten.

Flotte Musik vom Komponisten Fred Raymond aus der »Maske in Blau« mit dem Hit »Die Juliska aus Buda-Budapest« bildete für die Sängerin Katharina Stoll und Instrumentalistin Therese Rinderknecht den viel beklatschten Höhepunkt ihrer Tour durch die Welt der Operettenmelodien.

Eine komödiantische Zugabe folgte von ihnen zum Abschied. Das Konzert war damit populärer Kontrast und der gelungene Abschluss der Abendmusik-Reihe dieses Jahres. Die Organisatorin, Kantorin Cordula Scobel bedankte sich bei Künstlerinnen und Publikum entsprechend und kündigte für das Jahr 2023 eine Fortsetzung an. Spenden wurden für die kirchenmusikalische Arbeit erbeten. Die Konzertbesucher nutzten im Anschluss bei einem Glas Wein den Austausch zu einem Gespräch mit den Künstlerinnen.

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