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Einschränkungen schaffen

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Im »Tiergarten« wurde rege diskutiert. Foto: Schu © Schu

Reges Interesse herrschte am Ideenaustausch zum Thema »Nutzung des Tiergartens« in Garbenteich.

Pohlheim (jüs). Zu einem Ideenaustausch hatte der Ortsbeirat Garbenteich mit Ortsvorsteher Karsten Becker an der Spitze, die Anwohner sowie Interessenten in das Garbenteicher Freizeit- und Erholungsgebiet »Tiergarten« (gegenüber dem Rewe-Markt) eingeladen. Bei dem gut besuchten Treffen ging es vor allem über die künftige Ausrichtung des »Tiergartens«.

Dieses Treffen sollte auch dazu dienen, dass sich einerseits die Anwohner kennenlernen und anderseits die Vorstellungen aller Betroffenen in die bevorstehenden Planungen einfließen können. Der Ortsbeirat ist bestrebt, einen weitgehenden Interessenausgleich der Anlieger zu erreichen und die Ergebnisse bei der Stadt Pohlheim zur Umsetzung vorzustellen.

Nach einer Vorstellungsrunde aller Teilnehmer, darunter auch die städtischen Mitarbeiter Daniel Schepp (Fachbereichsleiter FB3) und Isabel Stühn (Koordinatorin für Gemeinwesenarbeit) sowie Vertreter des Ortsbeirates, und dem sich anschließenden Rundgang über das Gelände, bei dem schon zahlreiche Wortbeiträge ausgetauscht wurden, ging es in die Sport- und Kulturhalle, wo die Gesprächsrunde rund eineinhalb Stunden weitergeführt wurde.

Bei dem Erholungsgebiet »Tiergarten« handelt es sich um ein gewachsenes Konstrukt, das nach der Renaturierung des Lückebach neugestaltet wurde. Eine BMX-Bahn wurde bereits zurückgebaut, ebenso ein Bolzplatz. Auf dem Gelände verteilt stehen einige Sportgeräte, die insbesondere für Erwachsene und Senioren geeignet sind.

Anwohner, die insbesondere in den vor Jahren neu errichteten Häusern wohnen, die unmittelbar an den »Tiergarten« angrenzen, beschwerten sich über die starke Lärmbelästigung bis spät in die Nacht (22 Uhr) - besondere durch Jugendliche. Andere Leute fühlen sich unwohl, wenn sie in Dunkelheit durch dieses Gelände gehen und von älteren Jungs übelste Fäkalsprache hörten. Es gab auch einige Stimmen die sagten, dass sie Beschwerden nicht verstehen können, oder dass der Lärm sie nicht störe. Spiellärm von Kindern war kein Thema. Es ist auch kein reiner Spielplatz, sondern eigentlich ein Park, der für alle Generationen nutzbar sein soll. Bei der Diskussion ging es vor allem darum, wie weiter verfahren werden soll. Wichtig ist, dass die Nutzung ein bisschen gelenkt und geklärt wird, was wo läuft und was wo angepflanzt werden soll. Wichtig ist auch, dass man die Wohnhäuser von dieser Fläche etwas schützt und eventuell auch eine Benutzungsbeschränkung (wegen Ballspiele/Bolzplatz) anbringt, damit Ruhe einkehrt. Becker weiter: »Wir müssen darauf achten, dass es nicht bis in die Nachtstunden ausartet (nicht bis 22 Uhr - solange ist es jetzt hell im Sommer) und es nicht so viel Geschreie bis zum Ende von kleinen Kindern gibt, die teilweise auch mal so spät ohne jede Aufsicht noch herumlaufen. Es muss eine Einschränkung geschaffen werden und ein Auge darauf genommen werden. Da die nächste Ortsbeiratssitzung erst im September anberaumt ist, wird Ortsvorsteher Karsten Becker die Stadt Pohlheim schriftlich von dieser Zusammenkunft berichten. Unter den Teilnehmern wurde vereinbart, eine E-Mail-Gruppe zu starten, damit man sich noch abstimmen kann, was an die Stadt Pohlheim geschrieben werden soll. Zudem haben sich Personen zu einer »Arbeitsgemeinschaft« bereit erklärt, die den Ortsbeirat in seinen Bemühungen unterstützt und hilfreich zur Seite steht.

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