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»Fehlende Logik im Handeln«

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Pohlheim (red). Die Pohlheimer Freien Wähler (FW) haben dem Vorstand des Kreisverbandes des Naturschutzbundes (Nabu) in einer Pressemitteilung »fehlende Logik im Handeln« vorgeworfen. Die Kritik richtet sich an die Ankündigung des Nabu, gegen die mit breiter Mehrheit im Parlament beschlossene Gewerbegebietsplanung »Garbenteich-Ost« klagen zu wollen.

Kein Wort des Nabu-Kreisvorstandes gebe es hingegen zu den Plänen, den neuen Kindergarten in Watzenborn-Steinberg auf den Flächen »Am schwarzen Morgen« zu bauen, einer landwirtschaftlichen Fläche angrenzend an das Naturschutzgebiet »Lückebachaue«.

Wer sich mit dem »Flächenfraß« in Kommunen beschäftige, finde wertvolle Tipps und Anregungen auf der Internetpräsenz des Umweltbundesamtes (UBA). Dieses nenne als Strategie eine verstärkte Innenentwicklung. Stadtverordneten der Grünen und SPD nutzten dies im Zusammenhang mit dem geplanten Gewerbegebiet »Garbenteich-Ost« als stärkstes Argument gegen dessen Realisierung, schreiben die FW. .

Die Nabu-Vertreter und auch die Grünen begründeten die angekündigte Klage mit dem Schutz der dortigen landwirtschaftlichen Nutzfläche und dem Erhalt der Biodiversität. »Mit dieser hehren Argumentation wollen diese Menschen die Umsetzung eines politisch mehrheitlich und über Parteigrenzen hinaus gewollten Projekts in Garbenteich mit juristischen Mitteln zu Fall bringen«, beklagen die FW.

Für die Befürworter des Gewerbegebietes aus den Reihen von CDU, SPD, FDP und FW seien die Schaffung wohnortnaher Arbeitsplätze sowie die zusätzlichen Einnahmen zur Finanzierung notwendiger städtischer Aufgaben die ausschlaggebenden Argumente gewesen. Es gebe keine innerstädtischen Flächen mit ähnlicher Eignung.

Ganz anders sei es beim neuen Kita-Standort »Am schwarzen Morgen«. Es gebe die bereits genehmigte innerstädtische Planung als Alternative. Mit Blick auf das Bundesnaturschutzgesetz, wonach bei Eingriffen in Natur und Landschaft vermeidbare Beeinträchtigungen zu unterlassen sind, hätten die Grünen der neuen Kita-Planung niemals zustimmen dürfen. Das benachbarte Naturschutzgebiet »Lückebachaue« sei eine urwüchsige, naturnahe Bachauenlandschaft, in der viele Amphibien, Vögel und Libellen ihren Lebensraum finden.

Von den engagierten Nabu Vertretern des Kreisverbandes sei zu diesem unökologischen Verhalten kein Wort zu hören. Dieser Eingriff wäre nach Bundesnaturschutzgesetz in jedem Falle vermeidbar, da sich eine neue Kita in der Stadtmitte, an Rathaus und Volkshalle in direkter Nachbarschaft zur bestehenden Kita »Sonnenschein« gelegen, bereits im Bau befinden könnte.

Die FW sehen die Glaubwürdigkeit der Grünen in dem Themenkomplex in Frage gestellt. Das Verhalten, einmal als »Anwalt für die Natur« aufzutreten und im anderen ähnlichen Fall kein erkennbares Interesse an einer Vermeidung zu zeigen, steigere weder die Vertrauenswürdigkeit der »grünen Kommunalpolitik«, noch diene sie der Steigerung der Wertschätzung der Arbeit des Nabu-Kreisverbandes als ernst zu nehmende Naturschutzorganisation, heißt es abschließend.

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