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Freie Wähler hätten zwei Stockwerke bevorzugt

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Aldi-Süd am Standort »Neue Mitte« in Pohlheim wird umgebaut. © Schmidt

Pohlheim (red). Die Freien Wähler Pohlheim reagieren in einer Pressemitteilung auf den Abriss des Aldi-Süd-Marktes am Standort »Neue Mitte«. Mit Verwunderung hätten Stadtverordnete der Freien Wähler den auf dem Bild abgebildeten Trümmerhaufen wahrgenommen und erinnern in diesem Zusammenhang an die 2019 gefassten Beschlüsse des Pohlheimer Ausschusses für Bauen, Stadtentwicklung und Umwelt und der Stadtverordnetenversammlung.

In der Begründung zur Beschlussvorlage (STV-338/2016-2021) stehe: »Seitens der Firma Aldi Süd ist im Stadtteil Watzenborn-Steinberg am Standort Neue Mitte zur langfristigen Standortsicherung im Zuge eines Anbaus an das bestehende Gebäude die Erweiterung der bestehenden Verkaufsstelle auf künftig maximal 1250 Quadratmeter Verkaufsfläche vorgesehen.«

Anbau statt Abriss

Diesen Vorgang haben die Stadtverordneten der Freien Wähler analog zu der Anfrage des Mitbewerbers Lidl im Jahr 2013 gesehen. Lidl bat damals um die Schaffung der rechtlichen Möglichkeiten für die Erweiterung der Verkaufsfläche. Hier kommt für die Freien Wähler der Eindruck auf, dass Verantwortliche der Firma Aldi bewusst von einem Anbau und nicht von einem geplanten Abriss gesprochen haben. Das Kommunikationsverhalten hätte hinsichtlich deren Vorhaben transparenter und ehrlicher sein müssen, denn es sei durchaus ein qualitativer Unterschied, ob es sich lediglich um einen Anbau oder um einen kompletten Abriss und wahrscheinlich nur einstöckigen Wiederaufbau handelt. »Hätten wir vom Abriss gewusst, hätten wir uns für eine Änderung des Baurechts samt einen Vertrag zwischen der Stadt Pohlheim und Aldi eingesetzt, der dem Bauherrn am Standort ›Neue Mitte‹ eine mehrstöckige Bauweise erlaubt und darauf hingewirkt, dass über dem Einkaufsmarkt zwei Stockwerke mit barrierefreien Wohnungen entstehen sollen«, führt Andreas Schuch, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler Pohlheim, aus.

Ein ähnliches Projekt werde gerade in Waldbronn (Landkreis Karlsruhe) umgesetzt. »Ähnliches Vorgehen wäre auch am Standort Pohlheim eine gute Lösung gewesen, die die bereits versiegelte Fläche optimal ausnutzt und Flächenfraß minimiert«, so Schuch.

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