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Freude über Punktlandung in Hausen

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Von: Thomas Wißner

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Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr. Dirk Engelhardt begrüßte die Teilnehmer zum Richtfest, zu dem Zimmermeister Rainer Böckel den Richtspruch sprach. Foto: Wißner © Wißner

Ein Mehrfamilienhauses mit 16 Wohnungen und einer Wohnfläche von insgesamt 1133 Quadratmetern entsteht für 3,2 Millionen Euro in Hausen. Jetzt wurde Richtfest gefeiert.

Pohlheim (twi). »Da die Bauplätze auf Erden weniger und teurer werden, ganz besonders in der Stadt, die so viele Menschen hat, die im Drang - dem sehnsuchtsvollen - weiterhin da wohnen wollen, wird es zur Notwendigkeit, dass man in der neuen Zeit all den Grund und Boden eben, mit modernem Bestreben, klar geplant und gut bedacht, allseits besser nutzbar macht«, brachte es Zimmerermeister Rainer Böckel (Nidda) mit seinem Richtspruch in Hausen auf den Punkt. Über eine »Punktlandung« mit einem Dach noch vor Weihnachten auf dem Gebäude konnte sich Geschäftsführender Vorstand Holger Frutig von der Wohnungsbaugenossenschaft Horlofftal eG beim Richtfest für das 3,2-Millionen-Euro-Projekt in Hausen freuen.

Zuvor hatte bereits Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr. Dirk Engelhardt den am Bau beteiligten Handwerkern dafür gedankt, »dass alles ganz hervorragend geklappt hat«. Frutig verwies darauf, dass es in Mittelhessen und gerade in Pohlheim einen großen Bedarf an Wohnraum gibt und dieser Bau eines Mehrfamilienhauses mit 16 Wohnungen, einer Wohnfläche von insgesamt 1133 Quadratmetern mietpreisgebunden, barrierefrei und energieeffizient dank der Unterstützung öffentlicher Förderung durch das Land Hessen und den Landkreis Gießen erfolge.

Auf dem Grundstück Zur Lutherlinde 40a füge sich der Neubau gut ins Gesamtgefüge ein und entspreche auch den Zielen der Genossenschaft, die seit 2018 nur in bestehenden Baugebieten baut und Objekte entwickelt. »Wir wollen Wohnraum schaffen, ohne zusätzlichen Flächenverbrauch.

Nachhaltigkeit

Dabei achten wir besonders auf die ökologischen und nachhaltigen Aspekte. Nachhaltigkeit ist für uns keine leere Worthülse. Hier entstehen acht Zweizimmer- und acht Dreizimmerwohnungen mit einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach als Energie-Effizienzhaus 40. Das Gebäude ist unterkellert und verfügt über vier Wohngeschosse sowie einen Aufzug. Wünschen würden wir uns mehr Engagement des Staates, vor allem oberhalb der Kommunal- und Kreispolitik. Besonders den Bürokratieabbau bei der Beantragung von öffentlichen Mitteln sowie Erleichterungen im Genehmigungsverfahren bei Aufstockungen, Anbauten, Dachneigungen oder Flächenzahlen. Die teilweise überzogenen baulichen Anforderungen müssen ebenfalls auf ein notwendiges Maß zurückgeführt werden. Ein besonderer Aspekt wird der Umgang mit den stark steigenden Baupreisen und Energiekosten sein, die sich kaum noch auf die Wirtschaftlichkeit eines Wohngebäudes umlegen lassen. Nicht zuletzt sind flankierende fiskalische Maßnahmen notwendig. So war der soziale Wohnungsbau einmal gebührenfrei«, erinnerte Frutig an einstige Erleichterungen. Auch dankte er vor allem dem Landkreis für die Projektförderung, »ohne die das Projekt nicht zu realisieren gewesen wäre«.

Erfolg gezeigt

»Es ist ein Projekt, das uns sehr am Herzen liegt. Sie beweisen, dass sozialer und bezahlbarer Wohnraum nachhaltig geht und haben ein gutes Wärmekonzept in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken. Sie haben es heute ja sehr deutlich gesagt, ohne die Förderung des Landkreises würden wir heute nicht hier stehen. Das freut uns, wenn eine gute politische Initiative Erfolg zeigt«, so Landrätin Anita Schneider. Erster Stadtrat Klaus-Dieter Gimbel dankte dem anwesenden Bürgermeister a. D. Udo Schöffmann, der dieses Objekt mit auf den Weg gebracht hatte. »Pohlheim zeichnet sich durch einen hohen Wohnwert aus und wir sind froh, dass sich dieses Projekt in dieser Phase befindet. Die Stadt ist gerne bereit, weitere Projekte der Wohnungsbaugesellschaft zu fördern und zu unterstützen, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen«, so Gimbel.

Mit der Fertigstellung des Objektes wird Ende 2023 und dem Einzug von Mietern 2024 gerechnet.

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