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Herzen der Automobilfreunde schlagen höher

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Bei bestem Wetter wurde die Tour doppelt genossen. Foto: Schmidt © Schmidt

Pohlheim (ger). Wochenend und Sonnenschein und dann mit seinem Liebling raus aus der Garage und ab auf die Straße zum Cruisen, war am Sonntag bei der sechsten ADAC-«Limes Klassik«-Ausfahrt angesagt. Der AMSC (Auto- und Motorsportclub) Pohlheim, der in diesem Jahr seinen 50. Vereinsgeburtstag feiern kann, hatte als Veranstalter zur Ausfahrt der Old- und Youngtimer eingeladen.

Ein Feld von 66 Startern mit ihren Beifahrern verzeichnete AMSC-Vorsitzende Meike Zettl bei der Klosterwaldhalle in Dorf-Güll, die zum zweiten Mal den Treffpunkt in der ADAC Limes Klassik-Historie bildete. Ziel war am Mittag zur Halbzeit diesmal der Hessenpark im Hochtaunuskreis, bevor es zur Siegerehrung zurück in die Limes-Stadt ging. Auf der Strecke über Grüningen, Brandoberndorf, Laubuseschbach bis nach Neu-Anspach gab es zudem einige Aufgaben zu bewältigen, die Können, Geschick und Köpfchen von den Fahrerteams forderten.

Baujahr 1955

Auf dem Parkplatz bei der Klosterwaldhalle herrschte bereits kurz nach 8 Uhr Sonntagmorgens reges Treiben. Fahrtleiter der ADAC-«Limes Klassik«, Alexander Wissgott hatte alle Hände voll zu tun, genauso wie die Vorsitzende mit ihrem AMSC-Helferteam, die die Startunterlagen mit den Nummern verteilten und rundum für Sicherheit sorgten.

Sie notierten als ältestes Fahrzeug einen MG TF1500 aus dem Jahre 1955. Ansonsten war alles vertreten, was Automobilfreunde ehemaliger und heutiger Marken, wie Audi, Borgward, Citroen, Mercedes bis hin zu amerikanischen Straßenkreuzern das Herz höherschlagen lässt. Teilnehmen konnten Pkw der Baujahre bis Ende des 20. Jahrhunderts. Am Start war auch der 80-jährige Garbenteicher Wolfgang Stühler mit seinem 8-Zylinder Mercedes-Benz 450SL, Baujahr 1975, gemeinsam mit Beifahrer Ulli Sames. Das schicke Cabriolet hat 225 PS unter der Haube, informierte er und war sichtlich stolz darauf, dass er das ehemals im schlechten Zustand gefundene Unfall-Fahrzeug als »Schrauber« wieder auf Vordermann gebracht hatte.

Das Licher Ehepaar Joachim und Renate Pompalla verbindet ebenfalls die Liebe zum Auto und ganz besonders sind sie Fans der Marke Borgward. Sie waren unter der Startnummer 3 mit dem Modell P100 von dem ehemaligen Bremer Autohersteller dabei, der bis Anfang der 60er Jahre produziert wurde. Den hatte der bekannte Niederbessinger Kfz-Meister im Internet ersteigert und entsprechend fahrtüchtig gemacht.

Es war das erste Modell mit Luftfilterung, das erst später 1965 auch von Mercedes übernommen wurde, weist er auf die für die damalige Zeit technische Innovation von Borgward hin. Alle Teilnehmer verbindet neben dem Interesse an Technik die Faszination des Designs und der Esprit vergangener Zeiten, die die Fahrzeuge von damals zu heute unterscheidet.

Da werden schöne Erinnerungen an Jugendzeiten unserer Autofahrernation wach. Insgesamt war aber Spaß am Zusammenkommen der Oldtimer-Szene angesagt, und so gab man sein Bestes bei den gestellten Aufgaben während der Ausfahrt. So versuchte man die Gleichmäßigkeitsprüfung in einer Minute zu schaffen, bei einer Aufgabe die Spurgasse zu halten oder in einer Spaßaufgabe das richtige Gewicht von Matchbox-Modellautos zu schätzen.

Pokale und Sonderpreise wie ein Autowochenende von Auto Häuser, ein Besuch im Phantasialand von Coca Cola oder ein Werkzeugkoffer von Laufer warteten auf die Gewinner.

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Einer schöner, als der andere. Foto: Schmidt © Schmidt

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