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Holzheimer Tennisclub- Gelände in der Diskussion

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Der Holzheimer Ortsbeirat will das Projekt einer Multifunktionssportanlage am Bettenberg unterhalb der Regenbogenschule konkretisieren und voranbringen. Noch fehlt jedoch ein Betreiber.

Pohlheim (amp). Ein Thema beherrschte die Sitzung des Holzheimer Ortsbeirats, das Projekt einer Multifunktionssportanlage auf dem Gelände des Tennisclubs (am Bettenberg unterhalb der Regenbogenschule). Und das sei schon jetzt verraten: Einmütig sprach sich das Gremium, das ohne den coronaerkrankten Ortsvorsteher Daniel Jung (CDU) auskommen musste und von dessen Stellvertreter Ralf Schwellnus geleitet wurde, dafür aus, das Projekt weiter zu verfolgen und zu konkretisieren. Horst Biadala (SPD) berichtete vom Besuch etlicher Ortsbeiratsmitglieder in Staufenberg-Mainzlar, wo der dortige TV Mainzlar mit der Stadt Staufenberg einen »Aktivpark Lumdatal« errichtet habe. Der sei zwar »ungleich größer« als der für Holzheim vorgesehene, liefere aber etliche Anregungen, erzählte Biadala.

Ferner habe bereits ein Treffen einiger Parlamentarier mit Holzheimer Vereinsvertretern und interessierten Bürgern stattgefunden, bei dem erste Vorstellungen und Wünsche gesammelt worden seien. Auch Bürgermeister Andreas Ruck (parteilos) war den größten Teil des Abends im Holzheimer Sportheim anwesend und signalisierte die Zustimmung und Unterstützung der Stadt. Für Horst Biadala erscheint es sinnvoll, dass der Ortsbeirat das Projekt (unter Federführung der Stadt) so auf den Weg bringt und ein Konzept entwickelt, dass auch Fördermittel abgerufen werden können, etwa durch das derzeit neu formulierte »LEADER«-Programm. Für ihn liefern die seinerzeitigen Erfahrungen aus dem Dorferneuerungsprogramm gute »Blaupausen«.

»Nicht ganz so positiv« sah es Jörg Diehl (CDU). Für ihn fehlt noch ein Betreiber für den Erhalt der Anlage, zumal die Betreiberverantwortung hier ganz wichtig sei. Das auch vor dem Hintergrund, dass die beiden Holzheimer Sportvereine Turnverein und Tennis-Club signalisiert haben, solch ein Projekt nicht alleine stemme zu können. Sven Stoffer (Grüne) sah es ähnlich und hielt ein »Grobkonzept« für notwendig. Auch für Horst Biadala ist es unabdingbar, jemanden zu finden, der sich verantwortlich fühlt. »Wir brauchen Verantwortliche.«

Der Ortsbeirat sprach sich dafür aus, dass sich die Vorbereitungsgruppe noch einmal trifft, um das Projekt konkreter zu fassen. Anschließend soll eine Bürgerversammlung einberufen werden, wobei vor allem die Nachbarn und interessierte Holzheimer Bürger samt Regenbogenschule angesprochen werden sollen.

Wenig Erhellendes konnte Ralf Schwellnus zum Sachstand der Tagesordnungspunkte BMX-Bahn und Bolzplatz mitteilen. Diese Projekte wolle die Verwaltung in den nächsten Tagen und Wochen durch den Bauhof endgültig fertigstellen lassen, berichtete er. Mit Blick auf Geflüchtete aus der Ukraine teilte der stellvertretende Ortsvorsteher mit, dass derzeit 108 Flüchtlinge in Pohlheim gemeldet seien, neun davon in Holzheim, die alle privat untergebracht seien.

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