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Jörg Buß übernimmt

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Jörg Buß CDU-Stadtverbandschef © Red

Die Pohlheimer Christdemokraten wählen Jörg Buß zum Stadtverbandschef. Reiner Leidich ist nicht mehr im Vorstand.

Pohlheim (red). Der CDU-Stadtrat Jörg Buß wird neuer Vorsitzender der Pohlheimer Christdemokraten. Er übernimmt das Amt von Reiner Leidich.

Die Versammlung wählte weiter in den geschäftsführenden Vorstand als Vize-Vorsitzende Dr. Melanie Neeb, Michael Wagner und Sonya Can. Schriftführer wurde Tobias Maschmann und Schatzmeister Samuel Gergin. Als Mitgliederbeauftragte fungiert Isabell de Jesus Domicke. Beisitzer sind Ilka Panz, Lorenz Diehl, Kevin Engel, Ulrich Hutzfeld, Thomas Junker, Patrick Kecel, Prof. Dr. Helge Stadelmann und Florian Vornlocher.

Vorsitzender Buß bedankte sich bei seinem Vorgänger Reiner Leidich für dessen gute Arbeit und betonte, dass dieser sich für die CDU und die Stadt Pohlheim verdient gemacht hat. Ferner hebt Buß hervor, dass die Neuaufstellung ein Signal des Aufbruchs und der Erneuerung ist. Der Vorstand konnte jünger und weiblicher gebildet werden, ohne dass die Prämisse, dass alle Stadtteile vertreten sein sollten vernachlässigt werden musste.

Der Fraktionsvorsitzende Malke Aydin berichtet, dass die CDU Pohlheim im Kreis stark vertreten ist und betont die Problematik mit Bürgermeister Andreas Ruck (parteilos), der zusammen mit der regierenden Koalition aus SPD, Grüne und FDP mit falschen Zahlen und Fakten den »Baustopp« des Kindergartens in Watzenborn-Steinberg verfügt habe.

Auch bei der Baugebietsentwicklung sei kein klares Bild erkennbar. Zuletzt musste gar ein Akteneinsichtsausschuss eingerichtet werden, weil viele Entscheidungen am Parlament vorbeilaufen würden. Aydins Fazit ist: »Bis jetzt hat Bürgermeister Ruck und die regierende Koalition nicht viel erreicht, jedoch dabei viel Geld verbrannt.« In seiner Vorstellungsrede stellte Buß fest, dass die letzten Jahre mit der Niederlage der Bürgermeisterwahl und dem Verlust der Mehrheit im Stadtparlament bei der anschließenden Kommunalwahl keine leichten waren. Die CDU habe sich jedoch reflektiert und neu aufgestellt.

Gerade wegen des neuen Bürgermeisters - der zumindest die Grenzen des bisherigen parlamentarischen Respekts austeste - und der ihn tragenden Mehrheit habe Pohlheim einen Anspruch auf eine CDU, die der Stadt weiter diene, die Antworten auf die Fragen unserer Zeit gebe und als Opposition von heute den Anspruch erarbeite, wieder eine führende Rolle in der Limesstadt zu erlangen. Hierfür sei es den Christdemokraten gelungen neben den fünf Stadtverordneten Malke Aydin, Lorenz Diehl, Kevin Engel, Georg Celik und Risko Bulut, die allesamt unter 35 Jahre alt sind, und den erfahrenen Mitgliedern in Fraktion und Vorstand, weitere drei Mitglieder der Jungen Union für die Vorstandsarbeit zu gewinnen. llka Panz, Patrick Kecel und Florian Vornlocher werden zukünftig mitwirken.

Buß betonte, dass die Christdemokraten Nachhaltigkeit in den Vordergrund ihrer Politik stellen werden. Es gehe hierbei längst nicht mehr nur um das Bewahren der Umwelt, sondern auch um die Aufrechterhaltung des sozialen Zusammenhalts und die Konsolidierung des Haushalts. Für die CDU seien daher die drei Säulen der Nachhaltigkeit Ökonomie, Ökologie und Soziales.

Nachdenklich schaut Buß auf die aktuelle Planung des Haushaltes, der mit Stellenaufbau und Verausgabung weiteren Vermögens der Stadt nicht der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation mit einer nicht ausgestandenen Pandemie und einem ungelösten Kriegskonflikt in Europa Rechnung trägt. Faktisch würden diese Faktoren vom Kämmerer ausgeblendet.

Buß stellt fest: »Diese Einflüsse und die zuletzt aufgehäuften Beschlüsse, die immer höhere Abschreibungsbeträge einfordern, werden den künftigen Stadtverordneten die Handlungsfreiheit beschränken.« Foto: Picturebaer

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