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Keine einfache historische Begebenheit

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Von: Albert Mehl

Pohlheim (amp). »Auch hier in Holzheim …" wies Pfarrer Matthias Bubel mehrmals darauf hin, dass die auch im Rückblick von 84 Jahren immer noch schrecklichen Ereignisse der sogenannten »Reichskristallnacht« im jetzt südlichsten Pohlheimer Stadtteil keine einfache historische Begebenheit seien. Denn auch in Holzheim waren in den Abendstunden des 9. November 1938 die Synagoge verwüstet, Wohnungen demoliert und jüdische Mitbürger drangsaliert worden.

»Wir gedenken, wir erinnern, wir wollen wachsam sein«, sagte er im Rahmen der Feierstunde am Gedenkstein für die von den Nationalsozialisten ermordeten Menschen jüdischen Glaubens auf dem Kirchhof der Evangelischen Kirche.

Zusammen mit vier Konfirmandinnen hatte er im Beisein von Bürgermeister Andreas Ruck (parteilos) und zahlreichen Besuchern (auch aus den Nachbargemeinden) vor dem Gedenkstein 20 Kerzen entzündet. Pfarrer Bubel verlas unter anderem Psalm 74. Er erinnerte auch an die Verlegung von Stolpersteinen zur Erinnerung an die jüdischen Mitbürger am 14. Dezember ab 10 Uhr.

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