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Memoriam-Garten im Kernort in Planung

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An dieser Stelle soll ein Memoriam-Garten auf dem Friedhof in Watzenborn-Steinberg entstehen. Foto: Schu © Schu

Der Ortsbeirat Watzenborn-Steinberg sammelt jetzt Ideen für einen Pohlheimer Bürgerpark. Ein Memoriam-Garten im Kernort ist bereits in Planung.

Pohlheim (jüs). Der Ortsbeirat Watzenborn-Steinberg um Eva Saarbourg (SPD) regt ein Bürgerfest an, das erstmals im Spätsommer 2023 auf dem Brunnenplatz stattfinden soll. Es sollte unter Einbeziehung des Backhausfestes der Heimatvereinigung Schiffenberg Ortsverein Watzenborn-Steinberg stattfinden und in Regie der Ortsvereine umgesetzt werden. Anke Rücker (Grüne) hatte dies beantragt. Nachdem erste Gespräche, auch mit den Anliegern rund um den Brunnenplatz, geführt wurden, möchte der Ortsbeirat die Vereine zusammenzuführen. Ortsvorsteherin Saarbourg organisiert mit Dieter Schäfer, dem Ortsvereinsvorsitzenden der Heimatvereinigung, ein Treffen im Spätsommer dieses Jahres, zu dem alle Ortsvereine angeschrieben werden sollen. Auch das Thema Bürgerpark wurde erneut diskutiert. Georg Celik (CDU) erinerte daran, dass das infrage kommende Areal unterhalb des Pohlheimer Hallenbades im vergangenen Jahr zusammen mit Stadtrat Israel Be Josef besichtigt worden sei. Bürgermeister Andreas Ruck (parteilos) möchte dort einen Bürgerpark für alle Pohlheimer etablieren. Zunächst werden jetzt Ideen für die nächste Sitzung gesammelt. Ulrich Kuhn (SPD) möche die Ortsbeiräte aller Stadtteile gemeinsam ansprechen.

Im kommenden Etat 2023 möchte das Gremium in jedem Fall am Hallenbad einen Stellplatz für drei Wohnmobile umgesetzt wissen.

Zum Tagesordnungspunkt »Ortssatzung Pflicht zum Straßenfegen« stellte Klaus Deppe (FDP) fest, dass viele Leute es nicht mehr für nötig befinden, wöchentlich am Samstag die Straße zu kehren. Dies sei insbesondere bei vermieteten Wohnobjekten festzustellen, hob der Erste Stadtrat Klaus-Dieter Gimbel (SPD) hervor. Einstimmig wurde der Magistrat gebeten, auf die Pflicht ausdrücklich hinzuweisen.

Geplant ist, zunächst auf dem größten Friedhof der Stadt Pohlheim, in Watzenborn-Steinberg, einen sogenannten »Memoriam-Garten« zu errichten. Ein Vorentwurfskonzept wurde dem Gremium von Ruck vorgestellt. Die parkähnliche Anlage soll am Eingang Kirchstraße, links neben der Christuskirche, entstehen und den Friedhof attraktiver gestalten. Der Vorentwurf sieht vor, dass zunächst insgesamt 13 Erdgräber, 36 Urnenwahlgräber, 36 Urneneinzel- gräber und elf Einzelplätzen angelegt werden sollen.

Ziel der Treuhandgesellschaft, die für den Memoriam-Garten verantwortlich zeichnet, ist, dass man ein Ort schafft, der ansprechend ist. Der Entwurf wird in Kürze im Bauausschuss erörtert.

Hier heißt es, dass sich viele Menschen einen schön gestalteten und gepflegten Platz für ihre letzte Ruhestätte wünschten. Gleichsam sei es für viele Hinterbliebene heutzutage schwierig, sich um eine angemessene Grabpflege zu kümmern. Die meisten Angehörigen wohnten weiter weg, seien beruflich voll ausgelastet oder fühlten sich körperlich nicht in der Lage. Der Memoriam-Garten biete daher geeignete Lösungen für die sich verändernden gesellschaftlichen Verhältnisse. Denn den Hinterbliebenen werde so ein liebevoller Ort der Ruhe und Trauer geboten; gleichsam werde die Pflege und Instandhaltung der Anlage dauerhaft übernommen. Vom Tag der Einweihung an sei der »Memoriam-Garten« fertig bepflanzt.

Es werde eine Ruhestätte in einer kompletten Grabanlage mit der dazugehörigen Dauergrabpflege zu einem festen Preis und ohne weitere Folgekosten erworben.

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