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Mit Liebe zum Detail eingerichtete kleine Kunstwerke

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Birgit Kolmer, Sabine Brenne-Scheele, Hannelore Schäfer und Elke Schneider vom Team Heimatstube (v. r.) bei der Vernissage. Foto: Schu © Schu

Die »Entwicklung der Wohnkultur in den 1920er bis 1980er Jahren am Beispiel von Puppenstuben« zeigt die Sonderausstellung in der Heimatstube des Stadtmuseum . Die Exponate sind sehenswert..

Pohlheim (jüs). Der Ortsverein Watzenborn-Steinberg der Heimatvereinigung Schiffenberg eröffnete in der Heimatstube im Stadtmuseum Pohlheim eine unter dem Thema »Entwicklung der Wohnkultur in den 1920er bis 1980er Jahren am Beispiel von Puppenstuben« stehende Sonderausstellung.

Gezeigt werden insgesamt elf Puppenstuben und sechs Puppenhäuser (darunter auch Haus mit Dachterrasse, Bungalow und Reihenhaus), alle in den Maßstäben von 1:10, 1:12 oder 1:18; mit voll eingerichteten Zimmern.

Alle Exponate gehören zur Sammlung der Kunsthistorikerin und Interessentin für Kunstgeschichte, Sabine Scheele-Brenner, die viele Jahre im Pohlheimer Stadtteil Hausen im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde wohnte, bis sie mit ihrem Ehemann Stefan Brenne dort ausziehen und Platz machen musste für den neuen Gemeindepfarrer. Das Ehepaar wohnt derzeit in Gießen, möchte aber wieder gerne nach Hausen zurückkommen und dort wieder wie zuvor aktiv zu werden in den Vereinen, wenn sie eine entsprechende Wohnung finden.

Obwohl Sabine Scheele-Brenne erst seit 2016 Puppenstuben mit entsprechendem Mobiliar und Gegenständen für die Ausrichtung und Gestaltung der unterschiedlichen Räume aus Omas Zeiten - alle ausgestattet mit Möbeln im Kleinformat - sammelt kann sie schon auf einen beachtlichen Fundus zurückgreifen. Die Puppenstuben und -häuser mit den Miniatur-Möbeln, Geräten und Püppchen und vieles mehr zeigen den Trend der Zeit und sollen auf die Geschichte der unterschiedlichen Zeiten erinnern und Auskunft geben sowie darauf hinweisen, wie man gewohnt und gelebt hat. Bettwäsche und alles was es zu nähen gibt macht Sabine Scheele-Brenne selbst.

Die Ausstellerin findet es spannend, wenn ältere Menschen ins Gespräch kommen und dabei erzählen, wie das Leben in den früheren Jahren bei ihnen war. Das ist das Schönste daran. Deshalb freue sie sich auch, dass sie ihre Sammelleidenschaft einer großen Öffentlichkeit zeigen kann und den Leuten damit eine Freude machen kann, wie sie bei der Vernissage hervorhob.

Birgit Kolmer, Leiterin der Heimatstube. eröffnete die Ausstellung. Sie zeigte sich glücklich und dankbar für die gelungene Präsentation. Die Puppenstuben und Puppenhäuser begeistern nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen hätten ihren Spaß und Freude daran, wie sie feststellte.

Geöffnet ist die Puppenstuben- und Puppenhausausstellung auch am Sonntag, 17. Juli, in der Zeit von 15 bis 17 Uhr. Auch an diesem Wochenende 9. und 10. Juli, beim Event »Pohlheim macht auf« ist die Ausstellung jeweils in der Zeit von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Denn der Ortsverein der Heimatvereinigung Schiffenberg beteiligt sich an der Aktion. An beiden Tagen ist das Museum zur Besichtigung geöffnet. Darüber hinaus gibt es verschiedene Aktionen in Scheune, Hof und Gebäude des Stadtmuseums.

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