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Naturschutzgebiet aus gutem Grund

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Bürgermeister Andreas Ruck zeigt auf den besonders schützenswerten Teil des Naturschutzgebietes Lückebachaue. Foto: Schu © Schu

Ein Spaziergang durch die Watzenborn-Steinberger Lückebachaue mit Bürgermeister Andreas Ruck .

Pohlheim (jüs). Das 39 Hektar große Gelände in der Lückebachaue, das zwischen Pohlheims Stadtteil Watzenborn- Steinberg und dem Lindener Stadtteil Leihgestern liegt, ist seit Mai 2017 Naturschutzgebiet. Anwohner, die sich zu einer Bürgerinitiative (BI) zusammengeschlossen haben, kämpfen seit Jahren mit allen Mitteln dafür, weiterhin durch das idyllische Gebiet spazieren gehen zu dürfen.

Weg etwas zurücknehmen

Pohlheims Bürgermeister Andreas Ruck hob hervor: »Es ist so, dass kein Weg durch das Naturschutzgebiet führen soll. Es würde ja kein Sinn ergeben, dass die Leute da mit ihren Hunden durchgehen. Deswegen ist es auch ein Naturschutzgebiet. Man muss deshalb eine Alternative finden. Es ist so, dass man mit der Oberen Naturschutzbehörde Gespräche geführt und auch gemeinsam eine Lösung gefunden hat, die sagt, dass man nicht durch das Naturschutzgebiet durchläuft, sondern außen herum. Man muss jetzt einmal schauen, dass dieser Weg mehr oder weniger beschattet werden kann. Ferner soll festgelegt werden, welche Baum- und Straucharten dort entlang des Weges platziert werden. Darüber hinaus sollen auch entlang dieses Weges Ruhebänke aufgestellt werden.«

Der geschotterte Weg, an dessen Ecke eine Ruhebank steht, soll etwas zurückgenommen werden, weil er einfach zu dicht an das Naturschutzgebiet grenzt. Von diesem Standpunkt aus sieht man auch zwischen den Bäumen, den besonders schützenswerten Teil, in dem sich ganz viele Tierarten aufhalten. Wer hier öfter hinkommt, sieht auch, dass dort das Schilf wächst und sich weiterbildet. »Es ist einfach feuchter geworden, und das ist auch ein Schutzraum, den wir haben möchten«, so Ruck weiter. Die Wiese davor wird bewirtschaftet, sie gehört zu diesem Naturschutzgebiet dazu und ist praktisch der Auslauf. »Der Weg ist so die Grenze, die das Naturschutzgebiet abgrenzt, was auch Sinn macht und auch um es deutlich zu machen«, erklärt der Bürgermeister .

Geplant ist, dass unterhalb von G + K Baustoffhandel GmbH in der Magdeburger Straße eine Aussichtsplattform erstellt wird, damit man, um sozusagen, von dort aus in das Naturschutzgebiet hineinschauen kann.

Der »Am schwarzen Morgen« in Front des Naturschutzgebietes, nur durch einen Feldweg getrennt, geplante Kindergarten sei nicht negativ für das Naturschutzgebiet.

Beim Kindergarten müsse man anfangen, Natur beizubringen. Deswegen sei der Platz ideal. Man dürfe nicht vergessen, dass man auch freie Sicht hat. Man habe alles, was man braucht, eine tolle Umgebung. Da das Naturschutzgebiet nicht mehr durchlaufen und betreten werden darf, wurde für die Spaziergänger ein neuer Weg gesucht.

Es wurde zusammen mit der Oberen Naturschutzbehörde eine Lösung gefunden, und zwar ein Asphaltweg Richtung Leihgestern, der in einem Plan mit der Nummer drei gekennzeichnet ist. Es sei aber kein Weg im Schatten, das solle jedoch in der Art umgesetzt werden.

Sitzgelegenheiten

Wie Andreas Ruck betonte, ist er froh, dass die Obere Naturschutzbehörde gerade dabei ist, auszuarbeiten und festzulegen, welche Bepflanzungen, Bäumchen und Sträucher und auch Sitzgelegenheiten entlang des Weges hinkommen sollen. »Das soll ein bisschen auch einen Erholungsfaktor darstellen.« Die Zusammenarbeit mit der Oberen Naturschutzbehörde sei hervorragend, man habe eine gute Basis gefunden.

Angesprochen auf die Bürgerinitiative (BI), antwortete er: »Zumindest die Damen der BI, die bei mir waren, haben das so befürwortet, weil es andere Möglichkeiten überhaupt nicht gibt. Es gibt sonst auch gar nichts, denn durch das Naturschutzgebiet geht gar nichts und das ist der einzige Weg, der umgesetzt werden kann. Es muss jetzt alles durch die Obere Naturschutzbehörde gelöst werden.«

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