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Neues Löschfahrzeug

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Übergabe des neuen Löschfahrzeugs für die Hausener Wehr mit Ortsvorsteher Thomas Junker (v.l.), Andreas Ruck, Mirko Neumann, Stefan Leib, Bernd Schöps, Daniel Schepp, Markus Lohrey und Sebastian Finck. Foto: Schu © Schu

Pohlheim (jüs). Die Hausener Brandschützer haben ein neues Löschfahrzeug. Es wurde am Samstag im Rahmen des traditionellen Backhausfestes der Hausener Blauröcke offiziell übergeben. Bürgermeister Andreas Ruck reichte Stefan Leib, dem Vize-Wehrführer des Löschzugs Nord am Standort Hausen, symbolisch die Schlüssel. Das neue Fahrzeug wurde dann kräftig vom Regenwasser getauft.

Ersetzt werden musste das alte Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 der FFW Hausen, das fast 31 Jahre zuverlässig den Einsatz versah. Sein Nachfolger ist ein Fahrzeug mit 220 Pferdestärken. Die Bezeichnung lautet Mittleres Löschfahrzeug, kurz MLF 5/40. Zur Realisierung der Fahrzeugbeschaffung hatte die Stadt Pohlheim bereits im Juli 2019 über den Landkreis Gießen beim Hessischen Innenministerium eine Förderung beantragt und im September 2020 einen Förderbescheid erhalten. Danach konnte mit der Fahrzeugbeschaffung begonnen werden. Im Zuge der zentralen Landesbeschaffung wurde die Firma Brandschutztechnik Görlitz GmbH (BTG) mit dem Bau des neuen Feuerwehrfahrzeuges beauftragt. Zahlreiche Gespräche zur technischen Spezifikation wurden mit dem Aufbauhersteller BTG, den Mitgliedern des Beschaffungsausschusses der Hausener Wehr und der Stadtverwaltung geführt, sodass genau zwei Jahre nach Erhalt des Förderbescheides alle Beteiligten das Fahrzeug in Empfang nahmen.

Pohlheim muss 149 000 Euro zahlen

Die reinen Fahrzeugkosten ohne Beladung belaufen sich auf 171 000 Euro, die mit 58 450 Euro vom Land bezuschusst wurden. Hinzu kommen noch Kosten für die individuelle Ausstattung und feuerwehrtechnische Beladung. Letztlich kostete das MLF 207 400 Euro. Rund 149 000 Euro muss die Stadt Pohlheim tragen.

Rucks Dank galt Daniel Schepp, Fachbereichsleiter Bauen und Feuerwehrwesen der Stadtverwaltung, sowie den Ehrenamtlichen, die Schepp bei der Beschaffung unterstützt hatten. Ruck dankte besonders den Partnern der Brandschützer, denn die Feuerwehr sei »ein anstrengendes Hobby für die Familie«. Stadtbrandinspektor Bernd Schöps hob zudem hervor, dass es für die Einsatzkräfte psychisch nicht einfach sei, im Ernstfall Schwerverletzte zu retten und getötete Menschen zu bergen.

Das in Dienst gestellte Fahrzeug sei auch für Einsätze gedacht, bei denen es um chemische oder biologische Gefahrstoffe gehe.

2021 gab es für den Löschzug Nord alleine 60 Alarmierungen. »Die Ersatzbeschaffung für das Fahrzeug hätte schon vor fünf Jahren erfolgen können, aber durch die hervorragende Pflege der Kameraden haben wir die Zeit verlängert«, lobte Schöps. Vom Kreisfeuerwehrverband Gießen überbrachte Sebastian Finck Grüße.

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