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Prall gefüllter Terminkalender

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Klaus Haas © Jürgen Schu

Ausblicke auf das gerade begonnene Jahr und 2024, in dem Pohlheims Stadtteil Dorf-Güll sein 1225-jähriges Bestehen feiert, standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs.

Pohlheim (jüs), Zum Neujahrsempfang hatte die »Dorfgemeinschaft« Dorf-Güll ins Mehrzweckgebäude eingeladen. Im Mittelpunkt standen ein Rückblick auf 25 Jahre Vereinsgemeinschaft (1998-2023) sowie Ausblicke auf das gerade begonnene Jahr und 2024, in dem Pohlheims Stadtteil Dorf-Güll sein 1225-jähriges Bestehen feiert.

Begrüßt wurden die zahlreichen Gäste von Matthias Rüb, Mitglied des Vorstandes und bisheriger Organisator der Jubiläumsfeier, der gleichzeitig mit Jan Niklas Diehl (Vorsitzender) und Vizevorsitzendem Keven Dümmler die beiden 2022 neugewählten an der Spitze der Dorfgemeinschaft stehenden Gesichter vorstellte. Beide sind nach eigenen Angaben stolz auf Dorf-Güll und wollen die Gelegenheit nutzen, Dorf-Güll in ein gutes Licht zu stellen. Die Weichen sind gestellt, denn mit den beiden neuen Vorsitzenden hat sich das Alter des Vorstandes wesentlich verjüngt.

»Dorf-Güll ist etwas Besonderes mit der Dorfgemeinschaft, die es schon 25 Jahre gibt«, wie Bürgermeister Andreas Ruck feststellte. Pohlheim gesamt gesehen ist interessant, die Stadtteile sind sehr aktiv, jeder auf seine Art. Der Südteil sind die aktiveren Dörfer. 2024 wird es spannend, denn neben den 1225-Jahrfeiern von Dorf-Güll und Grüningen, steht auch »50 Jahre Stadtrechte Pohlheim« auf der Agenda, wie Ruck hervorhob.

Einen detaillierten und interessanten Rückblick gab Klaus Haas auf die am 16. Februar 1998 im Gasthaus »Alte Scheune« gegründete Vereinsgemeinschaft Dorf-Güll. Neun Vereine und Institutionen bildeten seinerzeit diese Solidargemeinschaft, die aus Anlass der bevorstehenden 1200-Jahrfeier im Jahre 1999 ins Leben gerufen wurde. Es ist ein Wahnsinn, was die Vereinsgemeinschaft in 25 Jahren geleistet hat, wie Haas feststellt, der selbst von 2006 - 2022 als Vorsitzender an der Spitze stand. Unter dem bis heute noch geltenden und praktiziertem Motto »Gemeinsamkeit macht stark« konnte nicht nur eine wunderschöne und segensreiche Jubiläumsfeier 1999 gefeiert werden, es wurde auch vieles gemeinsam unternommen, durchgeführt und erreicht.. Dies konnte man auch den Informationswänden entnehmen, auf denen Haas Zeitungsberichte, Protokolle, Fotos, Aktivitäten, Projekte, Urkunden und vieles mehr präsentierte. »Es war nicht nur ein Wirken für die Dorf-Güller Vereine und Gruppen, sondern auch ein Dienen für alle Dorf-Güller.

Das Vereinsleben wurde in den letzten 25 Jahre nachhaltig geprägt und gestaltet, es war ein Wirken für ganz Dorf-Güll, bei dem die Vereinstätigkeit nachhaltig geprägt wurde. Die Vereinsgemeinschaft Dorf-Güll hat in den zurückliegenden 25 Jahren ein wertvolles Stück Heimatgeschichte für Dorf-Güll geleistet«, wie Klaus Haas mit viel Herzblut und stolz unterstrich. Eine über 50-seitige Dokumentation in Buchform - als wertvolles Stück Heimatgeschichte - erstellte Klaus Haas im Auftrag der Vereinsgemeinschaft. Je ein Exemplar überreichte er an Ortsvorsteher Karl-Heinz Kuhl und an Herwig Wirag (25 Jahre Rechner der Vereinsgemeinschaft).

Haas, der bis zur Umbenennung im vergangenen die Vereinsgemeinschaft 16 Jahre lang erfolgreich leitete, wurde offiziell von seinem Nachfolger Jan-Niklas Diehl und dessen Stellvertreter Keven Dümmler sowie Matthias Rüb mit einem Präsent gedankt und verabschiedet.

Einen Ausblick auf Veranstaltungen im Jahr 2023 gab Matthias Rüb. Dazu gehört am 18. Februar der Faschingsball in der Klosterwaldhalle und am 9. Dezember der Weihnachtszauber rund um die Arche. Voll ist der Terminkalender für 2024. Geplant sind: Info-Veranstaltung in der Klosterwaldhalle mit historischem Vortrag über Dorf-Güll von Norbert Kissel (19. Januar), Historischer Rundgang/Grenzgang durch Dorf-Güll (1. Mai), Festwochenende vom 30. August bis 1. September mit Hessischem Abend (30. August), Rock-Coverband mit Vorprogramm (31. August), Gottesdienst mit anschließendem Mittagessen und Musik mit Blaskapelle im Festzelt bei der Klosterwaldhalle (1. September). Darüber hinaus sollen im April auf einem Feld in der Nähe der Klosterwaldhalle 1225 Kartoffeln gepflanzt werden, die am Festwochenende geerntet und dann als Kartoffelpuffer oder andere Leckereien verarbeitet werden sollen, wie Matthias Rüb hervorhob. Der Heimatkundliche Arbeitskreis und der Kleintierzuchtverein wollen Fest-Bier brauen. Für die Feierlichkeiten will man auch die Traktorfreunde Obbornhofen-Bellersheim mit ins Boot nehmen. Über das ganze Jahr hinweg sollen noch weitere Veranstaltungen durchgeführt werden. »Wir müssen für das Fest alle an einem Strang ziehen«, so Rüb, der dazu aufrief, dass sich Personen melden, die bereit sind, an der Planung und Durchführung mitzuwirken.

Der Weihnachtszauber rund um das evangelische Gemeindehaus »Arche« hat einen Erlös gebracht, der gespendet wurde. Insgesamt kamen 1170 Euro zusammen, die wie folgt aufgeteilt wurden: Evangelische Kirchengemeinde Dorf-Güll 170 Euro, Kinderhospiz Gießen 200 Euro und Dorfgemeinschaft (für 1225 Jahr-Feier) 800 Euro. Foto: Schu

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