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Sanierung oder Neubau in Holzheim?

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Von: Volker Böhm

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Die Turnhalle der Regenbogenschule in Holzheim ist wegen massiver Baumängel längerfristig gesperrt. Beim Landkreis wird geprüft, ob die Halle saniert oder neu gebaut werden soll. Archivfoto: Mehl © Red

Die Turnhalle der Regenbogenschule Holzheim ist wegen großer Baumängel dauerhaft gesperrt.

Pohlheim (vb). Die Turnhalle der Regenbogenschule in Holzheim ist wegen erheblicher Baumängel dauerhaft gesperrt. Die Kreisverwaltung prüft aktuell, ob eine Sanierung oder ein Neubau die bessere Alternative ist. Dies teilte Erster Kreisbeigeordneter Christopher Lipp (CDU) am Montag auf Anfrage des Anzeigers mit. Der Schulsport muss also weiterhin in der benachbarten städtischen Sporthalle in Holzheim stattfinden.

Die Turnhalle entstand Anfang der 60er Jahre gemeinsam mit der seinerzeitigen Mittelpunkt-Hauptschule. Seit 1964 wird sie für den Schul- und Vereinssport genutzt. Aus Sicherheitsgründen war die Turnhalle seit November 2022 wegen Schäden am Flachdach gesperrt. Die Mängel waren bei einer Routineuntersuchung festgestellt worden. Wer hoffte, dass die Sperrung vorübergehend sein würde, muss nun umdenken. Betroffen sind nicht nur die Grundschüler, sondern auch sieben Kinder- und Erwachsenengruppen des TV Holzheim.

Hohe Kosten bereits für Provisorium

Wie Lipp berichtete, wurde seit der Sperrung ermittelt, dass selbst eine provisorische Sanierung des Hallendaches mit erheblichen Kosten verbunden sei. Da es noch weitere Mängel an der Turnhalle gibt, insbesondere die technischen Anlagen und die Heizung, stimmten sich die Fachabteilungen der Kreisverwaltung aktuell ab, um der Grundschule sowie den Sportvereinen künftig wieder eine moderne Sportstätte zur Verfügung stellen zu können. »Hierbei müssten alle Handlungsoptionen - insbesondere eine Sanierung und ein Neubau - näher betrachtet werden. In diesem Zusammenhang werden selbstverständlich Gespräche mit der Stadt Pohlheim geführt«, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete.

Die Sportvereine als Nutzer der Turnhalle wurden im November informiert, als noch von einer vorübergehenden Schließung ausgegangen wurde. Sie würden selbstverständlich über die weiteren Planungen informiert, betonte Lipp.

»Die Abstimmungen und Vorbereitungen der Planung werden mit Nachdruck verfolgt, ein Zeithorizont ist jedoch aktuell in diesem frühen Stadium noch nicht absehbar«, erklärte der Erste Kreisbeigeordnete weiter. Er bedankte sich für das Angebot der Stadt, den Schulsport in der benachbarten kommunalen Sporthalle stattfinden zu lassen.

»Es war absehbar, dass die Halle nicht mehr genutzt werden darf«, erklärte Bürgermeister Andreas Ruck (parteilos). Er erinnerte an den Zustand der Heizungsanlage, die ein früherer Hausmeister als »museumsreif« bezeichnet hatte. Sie sei nur noch mit besonderen Kniffen zu reparieren.

Ruck wünscht sich »zügig eine neue Lösung«. Zwar sei der Kreis für die neue Schulturnhalle federführend, aber die Stadt habe den Wunsch, dass diese wie bisher auch von den Sportvereinen genutzt werden könne. Der Bürgermeister kann sich eine Zwei-Felder-Halle vorstellen, sodass zwei Klassen gleichzeitig unterrichtet werden könnten. Er erinnerte auch an den zusätzlichen Raumbedarf der Schule.

Beim TV Holzheim wird aus dem befristeten Ausweichen nun etwas Längerfristiges, erklärte Vorsitzender Albert Mehl. Drei Kinderturngruppen nutzten bisher die Schulturnhalle, eine davon ist in der städtischen Sporthalle. Die anderen jungen Turner sind ebenso wie vier Erwachsenengruppen (Turnen, Badminton und Rückengymnastik) in der Kulturellen Mitte untergekommen. Dort sei aber nur ein begrenztes Angebot möglich, da der Vereine seine Gerätschaften in einem Raum in der Schulturnhalle lagert.

Mehl wies zudem darauf hin, dass die Kulturelle Mitte verstärkt für andere Veranstaltungen genutzt wird, für Sitzungen des Ortsbeirates oder demnächst die Faschingssitzungen. Er hofft auf eine baldige Lösung für die Schulturnhalle.

Die Schulleitung der Regenbogenschule war für den Anzeiger nicht zu erreichen.

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