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TuBa-Fußballer sollen wechseln

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Von: Albert Mehl

Pohlheimer SPD und Grüne beantragen den Umzug an die »Neumühle« und Sanierungen

Pohlheim (amp). Es tut sich etwas in der Sportlandschaft von Pohlheim. Nachdem zwar noch keine Ergebnisse aus der im Sommer des Vorjahrs angelaufenen Erstellung eines Sportstättenkonzepts vorliegen, haben jetzt die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag an die Stadtverordnetenversammlung auf den Weg gebracht. In dem streben sie, kurz gefasst, einen Umzug der Fußballer des FC Turabdin Babylon (TuBa) Pohlheim vom Holzheimer Sportplatz auf das Gelände »An der Neumühle« in Watzenborn-Steinberg an.

Dieses Gelände wurde in den vergangenen Jahrzehnten vom SC Teutonia Watzenborn-Steinberg genutzt. Bis dieser sich 2018 mit den Fußballern des VfB 1900 Gießen zum FC Gießen zusammenschloss. Seitdem dient die Neumühle als Trainingsplatz für die FCG-Mannschaften und als Spielstätte für den in der Gruppenliga angesiedelten FC Gießen II sowie die Jugendteams. Dieses Gelände und die dortigen Gebäude sind, nachdem über Jahre kaum etwas passiert ist, stark sanierungsbedürftig. In Holzheim nutzt der in der Verbandsliga beheimatete FC TuBa vor allem den Rasenplatz des Sportgeländes, hat dazu aber nur ein kleines Gebäude als Kiosk und Unterstellmöglichkeit zur Verfügung. Mangels eines Funktionsgebäudes dient die Sporthalle Holzheim zum Umkleiden und Duschen. Jugendmannschaften von TuBa spielen auch auf dem Sportplatz in Garbenteich.

Nach dem Antrag von SPD/Grüne soll die Sportanlage »An der Neumühle« saniert und anschließend dem Sportverein FC Turabdin Pohlheim zur Nutzung übergeben werden. Der Antrag beinhaltet ebenso die Forderung nach einer zeitnahen Grundsanierung des Kunstrasenplatzes und der Neuerrichtung eines Multifunktionsgebäudes auf dem Gelände der Tennisanlage.

Marodes Gebäude

Hier sollen auch andere Vereine bei Bedarf mit eingebunden werden. Beim, salopp formuliert, inzwischen maroden bisherigen Funktionsgebäude soll nach dem Antrag der beiden Fraktionen überprüft werden »ob dieses Gebäude mit geringen Kostenmitteln in erforderliche Lagerflächen umgestaltet werden kann«. Zudem soll die Laufbahn auf dem Sportgelände erneuert werden. Nach der Vorstellung von SPD und Grünen sollen die notwendigen Kostenansätze schon bei der Aufstellung des Haushaltsplanes 2023 berücksichtigt werden.

Als Begründung führen die Antragsteller an, dass der Sportbetrieb von TuBa »bislang auf Sportstätten in verschiedenen Stadtteilen Pohlheims verteilt« sei. Weiter heißt es: »Das Anliegen des FC Turabdin Babylon Pohlheim e.V., den Sportbetrieb an einem einzigen Standort ausüben zu können, sind daher verständlich und berechtigt.« Das Ansinnen der beiden politischen Fraktionen ist allerdings nicht neu. Gegen entsprechende Ansätze hatten sich in den vergangenen Jahren vor allem Gruppen von ehemaligen Aktiven des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg gewandt.

Das angestrebte Sportstättenkonzept der Stadt, das im Vorjahr mit einer Befragung der Vereine gestartet wurde, dürfte dieses Thema ebenfalls aufgreifen. Hier sei nach den Rückmeldungen eine Bestandserfassung vorgenommen worden, erklärte Bürgermeister Andreas Ruck (parteilos). Jetzt wolle man Termine festlegen, um mit den Vereinen »die Zukunft zu besprechen und fehlende Daten zu erfassen«. Mit »etwas Glück« könnten erste Ergebnisse Anfang 2023 vorliegen. Die Neugestaltung und Umwidmung des Sportgeländes »An der Neumühle« könnte eine dieser Erkenntnisse sein.

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