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Viele Überraschungen vorgefunden

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Bürgermeister Andreas Ruck, Architekt Alexander Ehrenspeck und der städtische Planer Ingo Wallbott im Baustellengespräch vor dem Garbenteicher Mehrzweckgebäude für Feuerwehr und Kindergarten. © Schmidt

Pohlheim (ger). Mit dem überraschenden Fund einer Zehn-Kilovolt-Leitung und einer Telefonleitung an einer ungeahnten Stelle des Garbenteicher Mehrzweckgebäudes, in dem Feuerwehr und Kindergarten untergebracht sind, fingen die Herausforderungen an, der sich die Planer der Stadt Pohlheim um Ingo Wallbott sowie Architekt Alexander Ehrenspeck mit den Handwerkern beim laufenden Umbau und Erweiterung des Gebäudes stellen mussten.

1,5 Millionen Euro Kosten veranschlagt

Die Leitungen wurden nach einigem Hin und Her mit den Versorgern umgelegt und auch neue Lösungen für die Versorgung mit Fernwärme vom benachbarten Blockheizkraftwerk in der Sport- und Kulturhalle gefunden. All das verzögerte und verteuerte die Baumaßnahmen. Dazu kamen aufwendige neue notwendige Gründungsarbeiten. Von ehemals 1 Millionen Euro werden jetzt Kosten von 1,5 Millionen veranschlagt. Gut, dass dabei die Feuerwehrleute einiges an wertvollen Eigenleistungen beisteuerten, würdigte Pohlheims Bürgermeister Andreas Ruck deren ehrenamtliches Engagement. Im Mai sollen die Arbeiten weitgehend beendet sein, im Herbst ist die feierliche Eröffnung geplant, teilte Ruck gemeinsam mit den beiden Planern beim Baustellengespräch mit.

Im 50. Jahr seiner Entstehung war das Gebäude in die Jahre gekommen, so wurden im Jahr 2018 erste Planungen von der Stadt in Angriff genommen, die Hessenkasse hatte Mittel in Aussicht gestellt. Die Feuerwehr benötigte neue geschlechtergetrennte Sanitäranlagen und Duschen, ferner sollte ein zusätzlicher, größerer vierter Stellplatz für ein Einsatzfahrzeug entstehen. Ein Flachdach für Anleiterübungen wurde angedacht, insgesamt eine bessere Raumsituation geplant, die auch dem Kindergarten zugutekommen wird. Für die Feuerwehr stehen so bald 580 Quadratmeter zur Verfügung, 180 Quadratmeter mehr als zuvor.

Im April 2021 begannen nach der Baugenehmigung die Arbeiten. Neue Starkstromleitungen wurden an den höheren Verbrauch angepasst, Wasser und Abwasser wurden neu geführt, und das verbrauchte mehr Material und Zeit als geplant. Zudem stimmten die Fundamentpläne nicht mit den Tatsachen vor Ort überein. Das alles kostete mehr Geld. Fast wöchentlich wurde der Zeitplan angepasst, hat Wallbott dokumentiert.

Neben den vier Stellplätzen besitzt das neue Feuerwehrhaus mit seinen 35 Einsatzkräften nun bald zudem zeitgemäß eine Abgassauganlage und neue wärmegedämmte Tore. Rund 4,5 Kilometer Leitungen wurden bei den Installationsarbeiten verlegt. Die Bereiche der Kindertagesstätte und der Feuerwehr sind nun endgültig getrennt und die Kinder verfügen über einen zusätzlichen weiteren Raum. Das alles ist eine schöne Entschädigung für die Unannehmlichkeiten während der Bauphase, finden die Planer mit dem Bürgermeister.

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