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Von Picknickwiese bis Solardach

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Simone van Slobbe im Gespräch mit Jugendlichen. Foto: Schu © Schu

Mit einem Workshop-Tag »Meet & Work« ging das Projekt in die dritte Runde. Drei Schwerpunktthemen gab es. Die Jugendlichen sollen im Stadtparlement später ihre Anträge vortragen.

Pohlheim (jüs). Am Freitagnachmittag ging es in der Volkshalle Watzenborn-Steinberg beim Projekt »Jugend entscheidet« mit einem Workshop-Tag »Meet & Work« in die dritte Runde. Neben den rund 50 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahre, die in Pohlheim wohnen oder hier eine Schule besuchen, gehörten auch Mitglieder des Kommunalen Teams (darunter die Stadtverordneten Antje Häuser, Simone van Slobbe und Lukas Budak - gleichzeitig auch Jugendbeauftragter). Für die Schülerinnen und Schüler war es ein langer Tag, der nach dem Schulschluss und der Workshop-Arbeitsphase, dem ein gemeinsames Essen und ein Kinoabend folgte, erst spät endete.

Darüber hinaus wurde der Workshop von einem Expertenteam begleitet. Vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Pohlheim wurde die Veranstaltung im Rahmen des Programms »Jugend entscheidet« der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gemeinsam mit den Jugendbeauftragten und Filiz Bulut (ARS) organisiert.

Bekanntlich war die Stadt Pohlheim im März 2022 beim Projekt »Jugend entscheidet« unter 150 bundesweit eingegangenen Bewerbern ausgewählt worden und gehört zu den 15 teilnehmenden Kommunen des diesjährigen Projektes.

Ziel ist, dass an den Thementagen die Jugendlichen mit den kommunalpolitischen Gremien und Abläufen vertraut gemacht werden und sie selbst eine für sie relevante Projektidee über einen Antrag in der Stadtverordnetenversammlung zur Verwirklichung bringen.

»Was erarbeitet wird, soll umgesetzt werden. Deshalb muss Gas gegeben werden, damit es umgesetzt werden kann«, wie Bürgermeister Andreas Ruck den Nachwuchs bei seiner Begrüßung anspornte. Als Moderator und Ansprechpartner für Fragen fungierte Maximilian Schneider, Klassenlehrer der Jahrgangsstufe 8 an der ARS (Adolf-Reichwein-Schule) Pohlheim.

Im Foyer der Volkshalle waren auf drei Plakaten drei Schwerpunktthemen angegeben. Dabei handelte es sich um die Themenbereiche »Jugendplatz/Café«, »Umwelt« und »Freizeit und Sportstätten«. Danach ging es in drei Workshops weiter. Beim Vorschlag, ein Café zu eröffnen, wurde darauf hingewiesen, einen geberationsübergreifenden Begegnungsort zu schaffen mit den Möglichkeiten für Platz zum Lernen, Hausaufgaben und Austausch sowie Schüler-AG. Begleitet wurde der Workshop von den Expertinnen Kerstin Thielmann und Petra Brüll.

Beim Workshop »Freizeit« ging es um modernisierte außerschulische Sportstätten und Freizeitangebote, attraktivere Spielplätze und Picknickwiesen. Dem von Simone van Slobbe geleiteten Workshop wohnten die Experten Daniel Schepp, Dr. Irmgard Ullrich und Daniel Jung bei.

In dem von den städtischen Mitarbeitern Jannik Kirch und Isabel Stühn geleiteten Workshop »Umwelt« beschäftigten sich die Schüler mit weniger Auto fahren, Solaranlagen auf Dächer bauen und mehr Tierschutz. Die Mitglieder des Kommunalen Teams unterstützten die Jugendlichen beim Formulieren der Anträge. Zwei Themen-Anträge davon sollen bei der Ende März stattfindenden Stadtverordnetenversammlung, bei der den Jugendlichen Rederecht erteilt werden soll, eingebracht, vorgetragen und darüber im Parlament abgestimmt werden.

Vorher findet jedoch noch ein weiteres Arbeitstreffen mit den Jugendlichen statt, das auf den 3. März, ab 15.30 Uhr, in der Volkshalle, terminiert wurde. Anmeldungen sind bei Filiz Bulut an der Adolf-Reichwein-Schule (Telefon: 0177/-1811795, auch WhatsApp) oder Karina Scholl vom Kinder- und Jugendbüro (Telefon: 0151/-22875025, auch WhatsApp) oder auf www.pohlheim.de möglich.

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