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Vorschläge unterbreiten

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Grüningen feiert 2024 die 1225. Wiederkehr der Ersterwähnung. Die Bevölkerung ist aufgerufen, Ideen und Anregungen zu geben sowie bei der Planung, Organisation und Durchführung zu helfen..

Pohlheim (jüs). Pohlheims Stadtteil Grüningen, dessen erste urkundliche Erwähnung auf den 3. Mai 799 zurückgeht, bereitet sich auf das Jahr 2024 vor, denn dann soll die 1225. Wiederkehr der Ersterwähnung gefeiert werden.

Seit Beginn der Legislaturperiode im vergangenen Jahr hat sich der Ortsbeirat mit dem neugewählten Ortsvorsteher Michael Wagner an der Spitze, Gedanken gemacht, wie man die 1225-Jahr-Feier gestalten und auch schon in Zeiten der Corona-Pandemie planen und vorbereiten kann.

Ursprünglich war eine Zusammenkunft mit allen Vereinsvertreterinnen und -vertretern sowie Bürgerinnen und Bürgern geplant, doch dieses Treffen konnte aufgrund der aktuellen Corona-Lage nicht stattfinden, sodass man sich in den Wintermonaten als offiziellen Startschuss mit einem Flyer an die Bevölkerung wandte und um Ideen und Anregungen sowie um Mithilfe bei der Planung, Organisation und Durchführung des Ereignisses bat. »Denn nur gemeinsam mit allen wird die 1225-Jahr-Feier zu einem unvergesslichen Erlebnis«, wie Ortsvorsteher Michael Wagner bei einem Pressegespräch im Palais der Grüninger Burg, zu dem der Ortsbeirat eingeladen hatte, einleitend hervorhob. Mit dabei war auch Reinhold Hahn, der Vorsitzende des Heimatverein Grüningen und »Hausherr« der Burg.

E-Mail-Adresse

Um der Bevölkerung zu zeigen, dass die Planung für das Jubiläum losgeht und etwas in Bewegung gesetzt werden soll, wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Pohlheim nicht nur ein Logo »1225 Jahre Grüningen« entworfen und ausgewählt, sondern auch mit »Leben, wohnen und engagieren für Grüningen«, das Motto festgelegt. Das Motto soll gleichzeitig als Weckruf aus dem »Corona-Schlaf« gesehen und verstanden werden sowie darüber hinaus, dass die Bürger jetzt wieder zusammengerufen werden sollen, um gemeinsam wieder etwas gemeinsam zu gestalten, wie Wagner hervorhob. Für das Logo - über das demokratisch abgestimmt wurde - lagen zehn Vorschläge vor, wie Bodo Marsteller schmunzelnd hervorhob und ergänzte, dass das grüne Band um das Logo den Ausschlag gegeben hätte.

Dankenswerterweise hat die Stadt Pohlheim auch die E-Mail-Adresse 1225jahregrueningen@pohlheim.de eingerichtet, auf der den Verantwortlichen schon viele Ideen und Vorschläge, die der Ortsbeirat bereits beraten hat, aus der Bevölkerung mitgeteilt wurden. So gehört unter anderem zu den Vorschlägen, dass man an einem Wochenende am »Fischmarkt« einen Markt, der sich in Verbindung mit einem Flohmarkt »Im Noll« rüber zieht und bis hin zur Burg geht, veranstaltet. Früher wurde der Markt vor den Stadtmauern abgehalten, wie Wagner zu berichten wusste. Mit dem geplanten Markt und der gleichzeitigen Einbindung des Brunnenfestes, das in Grüningen Tradition hat, sowie den Aktivitäten in der Burg, hätte man schon einen großen Event. Eine weitere Idee ist eine Sonnenwendfeier an der Grüninger Warte.

Publiziert und informiert wird die Bevölkerung über die Sozialen Medien-Kanälen; es gibt auch eine eigene Seite »1225 Jahre Grüningen« auf Facebook.

Treffen auf der Burg

Wie der Vorsteher berichtete, hat der Ortsbeirat Vereine und Gruppen schriftlich zu einer Präsensveranstaltung eingeladen, die am Samstag nach Ostern, 23. April, Beginn um 17 Uhr, in der Burg stattfindet. Ziel der Veranstaltung ist, die gesammelte Ideen mit denen der Bürgerinnen und Bürger zu bündeln und darüber nachzudenken, wie man die zweite Jahreshälfte 2024 gestaltet. Nach wie vor ruft der Ortsbeirat dazu auf, weitere Vorschläge zu unterbreiten. Je mehr Vorschläge vorhanden sind, desto besser und je früher die Vorschläge gemacht werden, desto besser könne man planen, so Wagner. Das Treffen in der Burg ist so geplant, dass Manfred Scherer (Mitglied und Schriftführer des Ortsbeirates) zunächst einen Rückblick von der 1200-Jahr-Feier geben wird. Er hat dafür das Filmmaterial von den Feierlichkeiten etwas zusammengeschnitten, um einen kleinen Ausschnitt zeigen zu können.

»Fakt ist, die Größenordnung und den Maßstab von der 1200-Jahr-Feier wollen und können wir auch nicht erreichen«, so Wagner. Die 1225 Jahr-Feier wird eine kleine, aber doch für Grüningen eine würdige Veranstaltung werden, wie man vorausschauend sagen kann. Es wird auf jeden Fall nach der großen 1200-Jahr-Feier einen Schub in Richtung Dorfgemeinschaft und Gemeinschaftssinn werden.

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