1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Rabenau

1750 Übungsstunden absolviert

Erstellt:

gikrei_0608_dge_50_Jahre_4c
Vorsitzender Jannik Feldbusch mit den anwesenden Gründungsmitgliedern Erna Leyerer, Karin Dietz, Hildegard Nau, Irmtraud Krug und den Übungsleiterinnen Doris Lochmüller, Annelie Hutt und Britta Kaus. Foto: Krämer © Krämer

50 Jahre Damengymnastik beim SV Odenhausen/Lda.- das wurde gebührend gefeiert.

Rabenau (red). Seit 50 Jahren wird beim Sportverein Rot-Weiß 1927 Odenhausen Damen-Gymnastik betrieben. Das wurde kürzlich gefeiert, der Anlass bot auch Gelegenheit, einmal zurückzublicken.

1972 gründeten 15 Frauen die Gymnastikgruppe Odenhausen. Erste Abteilungsleiterin war Hildegard Nau. Mit ihren mittlerweile 91 Jahren ist sie bis heute aktives Mitglied.

50 Jahre Gymnastik bedeutet rund 1750 Übungsstunden bei Sport, Spiel und Spaß - für die Gesundheit von Körper, Geist und Seele. In dieser Zeit kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz und schöne Ausflüge wurden unternommen.

Bei vielen Veranstaltungen in Odenhausen - wie Sänger- und Feuerwehrfesten, 900-Jahrfeier und zahlreichen Familienabenden - hat die muntere Riege das Programm mit ihren Auftritten bereichert. Auch in Zukunft will man noch fit und beweglich bleiben. »Denn wer rastet, der rostet«, weiß Abteilungsleiterin Karin Dietz. In all den Jahren waren drei Übungsleiterinnen tätig: Annelie Hutt (vier Jahre), Doris Lochmüller (16 Jahre) und Britta Kaus (seit 30 Jahren).

Vorsitzender Jannik Feldbusch ehrte die verbliebenen Gründungsmitglieder Karin Dietz, Dora Dörr, Irmtraud Krug, Erna Leyerer, Ottilie Maurer, Hildegard Nau und Christel Petri im Rahmen des Jubiläums für 50 Jahre Mitgliedschaft. Auch der Erste Beigeordnete der Gemeinde Rabenau, Ingo Lich, übermittelte Grußworte und sprach von einer »tollen Leistung, was die Gymnastikfrauen in den vielen Jahren alles auf die Beine gestellt haben« und dass sie aus dem Dorfgeschehen nicht wegzudenken sind. Ortsvorsteherin Tina Reinhardt richtete den Fokus auf die unzähligen Kuchen, die die Gymnastikfrauen im Laufe der vergangenen fünf Jahrezehnte gebacken haben. Die süßen Leckereien seien bei den Veranstaltungen immer ein wichtiger Faktor in der Bilanz des Vereins gewesen. Sie beschrieb die Frauen als »die Blumen, die im Verborgenen blühen«. Ihr Einsatz geschah und geschehe meist hinter den Kulissen. Zum sportlichen Teil sagte die Ortsvorsteherin mit einem Schmunzeln: »Wenn die Fußballer sonntags ein Tor schießen, steht es am Montag in der Zeitung. Wenn die Gymnastikfrauen erfolgreich einen Purzelbaum schlagen, erfährt es kein Mensch.« Aus dem Publikum kam daraufhin prompt, es sei denn, sie brechen sich dabei ein Bein.

Zur Freude aller sprach abschließend Doris Lochmüller, erste stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Gießen, die Gymnastikfrauen an. Da sie 16 Jahre als Übungsleiterin in Odenhausen tätig war, erinnerte auch sie sich gerne an die vielen Auftritte und auch an die dazu benötigten Kostüme, die teilweise selbst geschneidert wurden, und an die schönen Ausflüge. Sie wies allerdings auch darauf hin, wie schwer die Anfänge für die Gründung der Gymnastikgruppen in den 1970er Jahren gewesen seien. Eine durchaus gelungene Überraschung war, dass Doris Lochmüller die erste Übungsleiterin der Gruppe, Annelie Hutt, mitgebracht hatte. So genoss man noch ein paar schöne Stunden.

Auch interessant