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20 Jahre gewartet

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Günther Krieb, Andreas Hübl (Gemeindevorstand), Egon Kellermann, Christoph Seichter, Tanja Ohlwein und Florian Langecker (v.l.) stehen dort, wo schon im kommenden Jahr die ersten Häuser gebaut werden sollen. © Wisker

»Im Bornfeld« in Allertshausen wird gebaut. Der städtebauliche Vertrag ist unterzeichnet. Acht Bauplätze stehen zur Verfügung.

Rabenau (dge). Gut Ding will Weile haben - bereits 2002 hatte der Bebauungsplan »Im Bornfeld« in Allertshausen Rechtskraft erlangt. Jetzt, 20 Jahre später, wird hier gebaut. Im Rathaus unterzeichneten Bürgermeister Florian Langecker und Tanja Ohlwein (Lotz und Ohlwein Projektentwicklungsgesellschft mbH) den städtebaulichen Vertrag.

Ortsrandlage

Acht Bauplätze stehen zur Verfügung, die laut Tanja Ohlwein mit Ein- bis Zweifamilienhäusern bebaut werden können. Grundstücke hat die Projektenwicklungsgesellschaft von der Gemeinde Rabenau bereits erworben. In Südwestlage am Ortsrand, ganz in der Nähe zweier Pferdehöfe, liegt das als Mischgebiet ausgewiesene Bauland. Die Gründstücksgrößen liegen zwischen 559 und 777 Quadratmetern. und sind damit deutlich größer als heutzutage üblich. Voll erschlossen, inklusive Straßenendausbau, sollen die Bauplätze für 154 Euro pro Quadratmeter veräußert werden. Interessenten gebe es schon, sie kämen vorwiegend aus Rabenau, so Ohlwein. Doch warum dauert es 20 Jahre, bis ein Baugebiet tatsächlich auch bebaut wird? Ortsvorsteher Egon Kellermann erklärte, dass man erst einmal Baulücken im rund 600 Einwohner zählenden Dorf geschlossen habe. »Da gibt es jetzt keine mehr.« Dann seien innerhalb der Gemeinde Rabenau andere Baugebiete umgesetzt worden. Langecker warf ein, dass der Ortsbeirat durchaus auch »ein wenig Druck« gemacht habe. Nun ist Allertshausen endlich dran und Kellermann sowie sein Stellvertreter Günther Krieb zeigten sich begeistert. »Es ist ein Traum, hier zu wohnen«, pries Kellermann die idyllische Lage und auch sein Heimatdorf.

Derzeit wird in Abstimmung mit der Gemeinde und Bauleiter Dipl-Ing. Christoph Seichter die Erschließung geplant, im Spätsommer/Herbst dieses Jahres sollen die Arbeiten beginnen. Ohlwein zeigte sich zuversichtlich, dass mit dem Bau der ersten Häuser im kommenden Jahr begonnen werden kann. Eine Bebauungsverpflichtung besagt, dass der Baubeginn innerhalb drei Jahren nach Übergabe der Grundstücke zu erfolgen hat.

Bei der Energieversorgung wolle man bevorzugt auf Luft-Wasser-Wärmepumpen statt auf fossile Energieträger wie Öl und Gas setzen. Diese Wärmepumpen seien äußerst energieeffizient und somit zukunftsorientiert. Die Gesamtinvestitionssumme bezifferte Tanja Ohlwein vorsichtig mit rund fünf Millionen Euro.

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