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315 000 Euro für Ausbau der Feldwege

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Florian Langecker (l.) nimmt den Förderbescheid von Ralf Ufer entgegen. Foto: Wisker © Wisker

Gemeinde Rabenau erhält Fördermittel vom Land Hessen. Nach mehreren Anläufen hat es damit endlich geklappt.

Rabenau (dge). Mit 315 000 Euro fördert das Amt für Bodenmanagement (AfB) Marburg den Ausbau der Feldwege in der Gemeinde Rabenau. Eine frohe Botschaft für Bürgermeister Florian Langecker, habe man doch »eine gefühlte Ewigkeit« auf diese Zuwendung gewartet.

Erste Gespräche habe es bereits 2015, noch unter seinem Amtsvorgänger Kurt Hillgärter, gegeben. Der erste Antrag auf Förderung aus Landesprogramm für den Wegebau im ländlichen Raum sei vor sechs oder sieben Jahren eingereicht worden. Jetzt war es so weit: Ralf Ufer (Abteilungsleiter Bodenmanagement beim AfB) überreichte den Förderbescheid an Langecker. Wie Ufer erklärte, würden die Anträge nach verschiedenen Kriterien »gerankt«, da nur begrenzte Mittel zur Verfügung stünden. Wer die meisten Punkte bekomme, komme in den Genuss der Förderung. In diesem Jahr hat es Rabenau auf die vorderen Ränge geschafft. Die Förderung stamme aus EU-, Bundes- und Ländermitteln, der Antrag müsse jährlich neu gestellt werden, erläuterte er.

Punkte bringe zum Beispiel, wie viel Fläche durch die Wege erschlossen wird, ob es eine Mehrfachnutzung der Wege ist oder nur für die Landwirtschaft oder ob man sich in einem Entwicklungskonzept bewege. Die Förderquote beträgt 65 Prozent, den Eigenanteil der Kommune bezifferte man mit 169 750 Euro. Die Summe soll im kommenden Jahr ausgezahlt werden. So bleibt Zeit für die Planung und eine Ausschreibung. Sechs Wege stehen in der Gemeinde Rabenau an. Sie sollen verbreitert und erneuert werden. Das ist wohl dringend notwendig, müssen solche Wege doch heutzutage eine höherere Belastung etwa durch schwerere landwirtschaftliche Fahrzeuge, aushalten.

Bis zum 31. Oktober 2023 müssen die Arbeiten abgeschlossen sein, die Rechnungen vorliegen, damit die Fördermittel ausgezahlt werden können. Von der Maßnahme profitieren sollen die folgenden Teilabschnitte: In Londorf ist es der Weg von der Brodbachstraße in Richtung Nor-deck, drei Teilstücke liegen zwischen Allertshausen und Geilshausen, ein Teilstück zwischen Kesselbach und Geilshausen und der Wiesenweg zwischen Londorf und Allertshausen soll nun geschottert werden, sodass er auch als Radweg genutzt werden kann.

Die einzelnen Abschnitte sind zwischen 190 und knapp 600 Meter lang. Nicht nur die baulichen Maßnahmen, auch die Ausgleichsmaßnahmen und Planung sind Teil der Fördersumme.

Wie Ralf Ufer berichtete, wurden für die Jahre 2022, 2023 und 2024 hessenweit rund sechs Millionen Euro aus dem Feldwege-Programm bewilligt.

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