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Aus eins mach zwei

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Rabenau (red). Seit dem Zusammenschluss 1979 der ersten beiden Ortsteile Kesselbach und Londorf zur Gemeinde Rabenau gibt es für beide Ortsteile einen gemeinsamen Ortsbeirat. Die übrigen Ortsteile der Gemeinde schlossen sich in den darauffolgenden Jahren ebenfalls Rabenau an, haben seither aber ihre eigenen Ortsbeiräten.

Die Bürger für Rabenau (BfRab) brachten nun einen Antrag zur Änderung der Hauptsatzung ein. Aus dem gemeinsamen Ortsbeirat sollen zwei getrennte Ortsbeiräte werden. Aktuell verfügt Kesselbach über keinen eigenen Ortsvorsteher. Der Londorfer Dirk Waldschmidt ist als Ortsvorsteher des gemeinsamen Ortsbeirats auch für Kesselbach mitverantwortlich.

Die Einwohnerzahlen können nach Ansicht der BfRab hier nicht der Grund sein. So habe Kesselbach 596 Einwohner, Allertshausen mit 595 Einwohnern eine ähnliche Einwohnerzahl wie Kesselbach. Odenhausen sogar nur 448 Einwohner.

Aufgegriffen worden sei die Trennung der Ortsbeiräte immer mal wieder im Gemeindeparlament. Sich getraut, eine Trennung zu vollziehen, habe jedoch keiner der früheren Parlamente. Wohl aus Angst, nicht mehr ausreichend Personen für einen eigenen Ortsbeirat zu finden.

»Doch eigentlich ist es ganz anders. Wir sind während des Wahlkampfs zur Kommunalwahl von mehreren Bürgerinnen und Bürgern angesprochen, dass sie sich gerne im Ortsbeirat engagieren möchten, jedoch ihren Schwerpunkt stärker im eigenen Ortsteil sehen« berichtet der Fraktionsvorsitzende Christoph Nachtigall. Personell sei der gemeinsame Ortsbeirat aktuell mit neun Personen ausgestattet. Sechs Mitglieder davon aus Londorf und nur drei aus Kesselbach. »Kesselbach ist stark unterrepräsentiert. Ist der Ortsbeirat doch wichtig, da er einen direkten Bezug zu den Bürgerinnen und Bürgern des Ortsteils hat und deren Belange an die Verwaltung und Gemeindevertretung weiter kommuniziert« findet auch Ortsvorsteher Waldschmidt. Eine Trennung der Ortsbeiräte brächte Londorf sieben und Kesselbach fünf eigene Ortsbeiratsmitglieder, sowie für Kesselbach endlich einen eigenen Ortsvorsteher. Für den aktuellen Ortsbeirat bleibt in jedem Fall alles unverändert. So werde bei einem positiven Beschluss gemäß Vorgaben der Hessischen Gemeindeordnung die Änderung erst zur nächsten Kommunalwahl im Jahr 2026 gültig. Spätestens ein Jahr vor der Wahl müsse sie beschlossen sein.

Der Antrag wird am heutigen Donnerstag, 7. April, in der Sitzung des gemeinsamen Ortsbeirats Londorf/Kesselbach beraten. Das Ergebnis der Beratung wird an die Gemeindevertretung weitergegeben. Diese müsste dann die Änderung der Hauptsatzung beschließen.

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