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Bürger für Rabenau wollen Antrag erneut stellen

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Rabenau (red). In der Sitzung des Gemeindeparlaments wurde der Antrag von »Bürger für Rabenau« (BfRab) auf Trennung des gemeinsamen Ortsbeirates Londorf/Kesselbach denkbar knapp abgelehnt. Wie BfRab in einer Presseerklärung mitteilt, bleibt man bei dem Vorschlag, dass bei der nächsten Ortsbeiratswahl im Jahr 2026 beide Ortsteile getrennte Ortsbeiräte haben und es zukünftig keine Listen der Parteien mehr gibt, sondern sich die Bürger parteiunabhängig engagieren können, wie es bereits in Odenhausen gehandhabt wird.

Alle übrigen Parteien haben Bedenken daran geäußert, dass sich zukünftig fünf Bürger aus Kesselbach finden, die das machen wollen. »Dies zeigt uns, dass hier wohl nur in den eigenen Reihen geschaut wurde und man gar nicht möchte, dass sich Bürger, die keine Mitglieder in den Parteien sind, engagieren. Viel schlimmer ist jedoch, dass SPD, CDU, Grüne und Freie Wähler nicht auf das Engagement der Kesselbächer für den eigenen Ortsteil zu Vertrauen scheinen«, so Fraktionsmitglied Pamela Becker.

Für einen eigenen Ortsbeirat in Kesselbach werden nur fünf Personen benötigt. Weitere Personen könnten als Nachrücker im Falle des Ausscheidens eines Mitglieds die Liste ergänzen. Bei der letzten Wahl im Jahr 2021 haben allein mit den Parteienlisten ohne Bürgerbeteiligung ausreichend Personen aus Kesselbach kandidiert.

Ein Jahr gesperrt

Als viel zu früh empfanden die Parteien den Änderungsantrag. Es seien ja noch immer drei Jahre Zeit. Abgelehnte Anträge sind für ein Jahr gesperrt. »Wir werden bei dem Thema nicht lockerlassen und diesen Antrag Ende 2023 erneut stellen. Zur Not so lange, bis die anderen Gruppierungen aufwachen und wir eine positive Entscheidung haben. Zudem hatte der Vorsitzende der Gemeindevertretung in der Sitzung den Vorschlag gemacht, eine Bürgerversammlung zu dem Thema einzuberufen. Auch hier hoffen wir auf ein deutliches Votum aus Kesselbach,« so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Björn Zimmer abschließend.

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