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Friedhofsgebühren steigen

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Rabenau (voh). Die Gemeindevertretung Rabenau hat einstimmig die neue Friedhofsatzung und somit neue Gebühren beschlossen. Ein Planungsbüro hatte die Sterbefälle der vergangenen fünf Jahre als Basis für eine Neukalkulation genommen. Der vorgeschriebene Deckungsgrad der Kosten durch Gebühren von 80 Prozent wird denkbar knapp um zwei Zehntel überschritten.

Bisher betrug das Minus im Friedhofswesen rund 60 Prozent oder 36 000 Euro jährlich. Nunmehr sind es noch 16 000 Euro. Christoph Nachtigall (BfRab) stellte fest, »Sterben wird teurer. Vielleicht müssen wir nächstes Jahr nochmal erhöhen«. Höhere Gebühren seien aber fairer gemäß dem Verursacherprinzip, denn die Unterdeckung müsse von allen Bürgern über Steuereinnahmen ausgeglichen werden. Andre Jost (CDU) meinte, dass angesichts der aktuellen Kostenbelastung für die Bürger es besser sei, die Verursacher zu belasten denn die Grundsteuer zu erhöhen. Lisa Langwasser (SPD): »Es ist scherzhaft aber nicht zumutbar, dass die Allgemeinheit die Kosten trägt«. Florian Schnecker (FW) gab zu bedenken, die Gebühren mit den Nachbarkommunen zu vergleichen, damit die Leute sich nicht woanders beerdigen ließen. Karl-Heinz Till (Grüne): »Es rächt sich, dass wir nicht in den vergangenen Jahren schrittweise die Gebühr erhöht haben«. Uwe Höres (SPD) sprach von einem »falschen Fehler«. Nächstes Jahr werde man wohl erneut die Gebühr erhöhen - warum nicht gleich. Das Problem werde nur verschoben. Es gebe übrigens Gemeinden, die noch mehr Gebühren nähmen. Einstimmig wurde ein Antrag der Freien Wähler in den Bauausschuss verwiesen. Dabei geht es um Energieeinsparen, insbesondere bei der Straßenbeleuchtung. Der Ausschuss wird überdies ermächtigt, eine abschließende Entscheidung zu treffen. Dazu zählt dann der Beschluss über eine Temperaturabsenkung auf 15 Grad in den Sporthallen. Schnecker sprach von einer »stückweiten Vorbildfunktion« der Gemeinde beim Energiesparen. Jost gab bekannt, das Abschalten der Laternen habe in der Vergangenheit zunächst seine Fraktion vorgeschlagen. Nachtigall befürchtete, dass die Kriminalitätsrate steigen könnte. Langwasser erwiderte, es gebe keinen ursächlichen Zusammenhang von mehr Kriminalität bei weniger Straßenbeleuchtung. Außerdem bringe das eine geringere Lichtverschmutzung und sei deshalb für die Umwelt gut. Till begrüßte das Einsparpotential. Der Bürgermeister hatte nämlich informiert, aktuell würden bei der Straßenbeleuchtung bereits 11 000 Euro eingespart. 2023 könnten es 38 000 Euro sein.

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