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Kita-Gebühren steigen um neun Prozent

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Das Rabenauer Gemeindeparlament hat den Bebauungsplan »Brodbachstraße« als Satzung beschlossen. Foto: Heller © Heller

Die Gemeindevertretung Rabenau hat ein Erhöhung der Kindergartengebühren um neun Prozent beschlossen.

Rabenau (voh). Die Rabenauer Gemeindevertretung hat bei jeweils einer Neinstimme und einer Enthaltung die Gebührensatzung in den Kindertagesstätten neu beschlossen. Im Durchschnitt werden die Leistungen um neun Prozent teurer. Das Mittagessen soll aber nicht mehr länger pauschal abgerechnet werden, sondern nach tatsächlichem Aufwand.

Befragung

Weiter soll sich der Kindergarten-Träger, der DRK-Kreisverband, durch Befragung kümmern ob bei den Eltern ein Betreuungsinteresse über 15 Uhr hinaus bis 17 Uhr bestünde. Bärbel Schomber (SPD) monierte, die Anhebung sei nur der Ausgleich für die Tariferhöhungen des Personals. Karl-Hein Till (Grüne): »Künftige Personalkosten sprengen jeden Rahmen. Es ist eine Unverschämtheit, wie der Bürger zur Kasse gebeten wird.« Er habe schon »x-Mal« gefordert, dass die Kommunen die Gebäude stellten und das Land Hessen das Personal übernehme. Die Anhebung der Gebühren sei tatsächlich »nur ein Tropfen auf den heißen Stein«. Bürgermeister Florian Langecker teilte noch mit, die neue Kita in Geilshausen werde am 1. September in Betrieb gehen.

Ausführlich diskutierte man die Weiterbeschäftigung von Anna Erb, Mitarbeiterin des Touristischen Arbeitskreises Gießener Lahntäler. Erb hatte bisher im Rabenauer Rathaus ihr Büro. Sie zieht aber um nach Staufenberg und erhält von der Stadt einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Für die nächsten fünf Jahre und darüber hinaus können sich die übrigen Kommunen (Lollar, Allendorf/Lda., Buseck, Reiskirchen) an den Gehaltskosten beteiligen.

Lob für Erbs bisherige Arbeit kam von allen Fraktionen. Das Problem drückte Tina Reinhardt (CDU) aus: »Wo haben wir den Nutzen schon gespürt?« Till: »Das kannst du schlecht messen.« Tourismus sei als zartes Pflänzchen lange vor sich her gekümmert. Till gab zu bedenken, »die Hauptinitiative liegt bei uns. Frau Erb koordiniert das«. Pamela Becker (BfRab) äußerte ihren Unmut, dass Erb die Rabenau verlasse. Dem Eigenanteil Rabenaus zum Vertrag mit Anna Erb stimmte das Parlament schließlich zu. Es gab nur zwei Neinstimmen und eine Enthaltung.

Cybersicherheit

Beschlossen hat das Gemeindeparlament die Teilnahme Rabenaus am Projekt »Cybersicherheit in öffentlichen Verwaltungen des Landkreises Gießen«. Zwei Arbeitsstellen mit IT-Fachleuten werden geschaffen, um alle Rathäuser bezüglich Datensicherheit zu unterstützen. Den unbefristeten Pachtvertrag zwischen der Gemeinde Rabenau und dem Verein Natur- und Fotofreunde Kesselbach für das Gelände »An dem Rüdegehege« hat das Parlament beschlossen. Der Volksmund titelt allerdings »Auf der Rüde«. Hier steht auch die Schutzhütte des Vereins. Der Fernblick von hier oben in Richtung Westen ist grandios.

Das Parlament hat den Bebauungsplan »Brodbachstraße« (altes Sägewerk) als Satzung beschlossen. Somit kann der Investor Grundstücke veräußern. Freilich wird auf dem Gelände noch fleißig gebuddelt. Eine Umwandlung der ehemaligen Gewerbefläche zum Wohngebiet dauert eben.

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