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Konzept für Klimaschutz verabschiedet

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Rabenau (voh). Mit 21 Ja-Stimmen (einmal Nein) hat die Rabenauer Gemeindevertretung ein Klimaschutzkonzept verabschiedet, ausgerichtet am Masterplan »100 Prozent Klimaschutz« des Landkreises Gießen. Die Förderquote beträgt 40 bis 60 Prozent für einen Zeitraum von drei Jahren.

Haushaltsnotlage

Bürgermeister Florian Langecker teilte mit, der Landkreis Gießen habe die besondere Haushaltsnotlage Rabenaus festgestellt. Daher sei mit 60 Prozent zu rechnen. Jedenfalls kann die Gemeinde jetzt einen Klimaschutzmanager einstellen. Christoph Nachtigall (BfRab): »Wir versprechen uns viel von der Stelle. Schade, dass es nicht mehr Prozente gibt.« Florian Schnecker (FW): »Die Bürger sollten auch mitgenommen werden, lokale Firmen mit ihrem Wissen eingebunden werden.« Karl-Heinz Till (Grüne): »Ich befürchte nur, Papier ist geduldig und es passiert wenig.« Uwe Höres (SPD) stellte den Posten in Frage: »Wir haben noch 40 Prozent an der Backe. Wie geht es nach drei Jahren weiter? Was soll uns diese Person beibringen was der Bauamtsleiter nicht schon wüsste?« Langecker sagte, es gehe um ein kontinuierliches Klimaschutz-Controlling und Energieberatung für die Liegenschaften der Gemeinde und die Bürger.

Kein Sperrvermerk für Jugendpfleger

Einstimmiger Beschluss, den Sperrvermerk für die halbe Stelle eines Gemeindepädagogen (Jugendpfleger) aufzuheben. »Der ist bei den Haushaltsberatungen (für 2022) reingekommen«, wusste Christoph Dietz (CDU) des Rätsels Lösung, wie es zu dem Sperrvermerk gekommen war. Lisa Langwasser (SPD): »Hoffentlich finden wir jemand.« Schnecker: »Essenziell ist die Kinder- und Jugendarbeit. Wir müssen nach Fördertöpfen gucken.«

Folgenutzung für Basaltsteinbruch

Einstimmiger Beschluss, der Firma Diehl (Geilshausen) im ehemaligen Basaltsteinbruch an der L 3127 eine Folgenutzung zu ermöglichen: Bauschuttrecycling, Aufbereitung von Biomasse und Zwischenlagern von Mutterboden. Hierzu wurde der Flächennutzungsplan angepasst, der Bebauungsplan als Satzung beschlossen und ein städtebaulicher Vertrag zwischen Siegfried Diehl und der Gemeinde Rabenau geschlossen. Inhaltlich wurde im B-Plan und dem Vertrag vereinbart, dass Altlasten auf Kosten des Eigentümers zu beseitigen wären und derjenige für geeignete Reinigungsmaßnahmen sorgen müsse, damit Fahrzeuge keinen Schmutz auf die Landesstraße brächten.

Einstimmiger Beschluss für eine Resolution, dass die vier Lumdatal-Kommunen die Reaktivierung des Güterverkehrs auf der Schiene zwischen Lollar und Mainzlar (RHI-Werk) unterstützten. Momentan bemühten sich das Land Hessen, der Landkreis und Staufenberg um eine Genehmigung.

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