1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Rabenau

Michaelismarkt mit neuem Konzept

Erstellt:

gikrei_1308_dge_Burggart_4c
Der Burggarten bildet zum ersten Mal die Kulisse für den Michaelismarkt. Archivfoto: Schwarz © Red

Der Michaelismarkt findet erstmals im Burggarten im Londorf statt.

Rabenau (dge). Der Burggarten in Londorf ist an sich schon einen Besuch wert. Nun soll in der idyllischen Parkanlage am 27. und 28. August der traditionelle Michaelismarkt stattfinden - ein weiterer Grund, mal einen Zwischenstopp einzulegen. Soll doch der Dichter Reiner Maria Rilke hier schon gelustwandelt sein.

Doch nicht um Poesie soll es an dem letzten Augustwochenende gehen. Vielmehr sind die Besucher eingeladen, zwischen den Ständen zu bummeln, vielleicht ein Päuschen am Teich oder im Schatten der alten Bäume einzulegen.

Schon 2019 sei die Idee aufgekommen, den Markt von den Straßen und Gassen Londorfs in den Burggarten zu verlegen. Indes, Corona machte der Veranstaltung an sich den Garaus. Bürgermeister Florian Langecker und die Mitglieder des Marktausschusses, Dirk Waldschmidt (Ortsvorsteher Londorf-Kesselbach), Egon Kellermann, Hans Heinz Fabel sowie Sara Becker (Ordnungsamt Gemeinde Rabenau) und Anna Erb (Projektbeauftragte für den Touristischen Arbeitskreis Gießener Lahntäler), stellten das neue Konzept vor. Der Burggarten, so Langecker, biete den Vorteil, dass man keine Straßenabsperrungen brauche. Ein weiteres Argument führt Dirk Waldschmidt ins Feld: »Wo findet man schon so einen schönen Park?«

Fand der Michaelismarkt ansonsten immer am zweiten Wochenende im September statt, so hat man ihn nun in den August vorgezogen. Dies auch mit Blick auf den am Sonntag, 28. August, stattfindenden autofreien Sonntag im Lumdatal. So könne man vielleicht noch ein paar mehr Besucher anlocken, hofft der Marktausschuss.

Eingebunden in den Markt ist auch das 50-jährige Bestehen der Gemeinde Rabenau. Die Fotogruppe Rabenau hat ein Quiz mit Motiven aus der Gemeinde vorbereitet. Wie man hört, sollen die Aufgaben teilweise recht knifflig sein.

Zum Programm: Am Samstag, 27. August, wird der Marktbeginn ab 11 Uhr in allen Ortsteilen verkündet. Lautstark, versteht sich. Marktwächter Kevin Schneider wird den Marktausschuss bei dem Rundgang anführen und dabei nicht an Anekdoten und Begebenheiten aus dem Dorfleben sparen. Der Schützenverein sorgt für die Salutschüsse, Trommelwirbel und Trompete sollen das Ganze abrunden. Gegen 14 Uhr beginnt dann das Markttreiben an den rund 24 Ständen im Burggarten. Auch ein Festzelt findet man auf dem Gelände. Florian Langecker wird am Samstagabend um 19.30 Uhr den offiziellen Teil einläuten. Hier wird ein lange gehütetes Geheimnis gelüftet und der »Rabenauer Michel« verliehen. Mit dem »Michel« wird stets ein verdienter Bürger gewürdigt. Für Unterhaltung sorgt die Thomas-Kraft-Band.

Der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst mit Pfarrer Frank Leissler, ab 11 Uhr steht der Frühschoppen auf dem Programm. Wer den Frühschoppen musikalisch begleiten wird, ist noch nicht bekannt. »Sollten alle Stricke reißen, spiele ich Akkordeon«, rutscht es Florian Langecker heraus. Ob er tatsächlich sein Talent unter Beweis stellen muss, bedarf noch der Klärung durch den Marktausschuss.

Gegen 15 Uhr dürfen sich die Besucher im Kistenstapeln üben. Die Crux: Die Kisten sollen nicht in die Höhe, also vertikal, sondern horizontal gestapelt werden. Die Preisverleihung für das Fotoquiz ist für 16 Uhr angesetzt.

Am gleichen Wochenende ist auch ein Besuch im Bürgersaal am Bahnhof lohnenswert. Hier wird am Samstag, 27. August, ab 15 Uhr das »Rabenauer Kunstforum« eröffnet. Mehr als 20 Künstler aus dem Lumdatal stellen hier je drei Exponate aus. Ein Novum: Die Jury bildet in diesem Jahr der Leistungskurs Kunst der Theo-Koch-Schule (Grünberg). Auch Werke der Jurymitglieder sind zu sehen, werden bei der Wertung jedoch nicht berücksichtigt. Die Ausstellung endet mit der Finissage am 16. September.

Auch interessant