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»Realisierung ein Mehrwert für Rabenau«

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Die Freien Wähler haben den Regionalplan unter die Lupe genommen. Die aufgeführte Beibehaltung der Bahnstrecke Lollar-Londorf, die Lumdatalbahn, wurde positiv zur Kenntnis genommen,

Rabenau (red). Mit dem Entwurf des Regionalplans Mittelhessen haben sich die Freien Wähler (FW) Rabenau im Rahmen einer Fortbildung befasst. Auch sollten mögliche Eingaben innerhalb des Beteiligungsverfahrens erörtert werden.

Mit einigen Vorbehalten, so Kurt Hillgärtner, bewerte man diesen durchaus positiv. Der neue Planentwurf für eine mögliche Entwicklung der Region liegt noch bis Mitte März in der Offenlage. Die Kommunen haben bis dahin die Möglichkeit, ihre Stellungnahme abzugeben. In der regionalen Siedlungsstruktur gebe es keine überraschenden Veränderungen, die über die Erwartungen hinausgingen.

Die Rabenau gelte als dünn besiedelter ländlicher Raum und sei als Unterzentrum eingeordnet. Die Festsetzung der Bevölkerungsentwicklung sehen die Freien Wähler als zu pessimistisch dargestellt an und plädieren hier innerhalb der Stellungnahme um eine moderate Anpassung der Prognose.

In Sachen Denkmalschutz gebe es den Wunsch nach mehr Fingerspitzengefühl beim Baudenkmalschutz und praktikablen Lösungsansätzen, gerade im Hinblick auf den Erhalt und den Wohnwert der Ortskerne.

In den Ortskernen entlang der Durchgangsstraßen seien hohe Lärmbelastungen und Erschütterungen zu verzeichnen. Hier solle Hessen Mobil ein Programm für die Verbesserung (zum Beispiel Förderung von Lärmschutzfenster) bei der Erneuerung der Durchgangsstraßen einbeziehen.

Die zeichnerische Aufnahme des geplanten Gewerbegebietes in Geilshausen werde aus regionalplanerischer Sicht empfohlen und auch das Vorranggebiet Noll solle als Sonderfläche Bau für Energie und Abfallbeseitigung im Regionalplan Anwendung finden, um eine Folgenutzung auch in der Zukunft offenzuhalten.

»Kritisch anzumerken wäre insgesamt der große Flächenverbrauch für Gewerbe und Siedlung. Die Landwirtschaft wird immer weiter eingeschränkt«, meinen die FW. Bei der Finanzzuweisung sollten die Leistungen des ländlichen Raumes für Natur und Landschaft, Artenschutz und Bereitstellung von Trinkwasser sowie Standorte für regenerative Energien Berücksichtigung finden. Die im neuen Regionalplan aufgeführte Beibehaltung der Bahnstrecke Lollar-Londorf, die Lumdatalbahn, wurde positiv zur Kenntnis genommen, »könnte doch die Realisierung ein Mehrwert für die Rabenau werden«.

Dem Radverkehr werde großes Potenzial beigemessen, den Nahverkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Daher wird ein gut ausgebautes Radwegenetz angestrebt. Hier werde dringlich um eine Miteinbindung der Rabenau gebeten, da diese nach aktuellem Plan nicht im Netz enthalten ist. Denkbar sind hier die Anbindung der Rabenau an den geplanten Radfernweg in Homberg/Ohm und in einer zweiten Verbindung an das Rad-Hauptnetz in Grünberg. Die planerischen Wege könnten in den Rad- Verknüpfungspunkt in Staufenberg/Lollar münden. Beim Straßenbau seien straßenbegleitende Radwege zu berücksichtigen und zu bevorzugen.

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